Diese Seite versorgt Euch mit kritischen Kommentaren zu aktuellen CD Neuerscheinungen.
die TuneSpy CD-Reviews

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Mittwoch, 8. Oktober 2008

Beta Satan - Girls

Unsere Wertung: *****

Girls [Vinyl LP]

Genre     Alternative Rock

Eine Band, die Beta Satan heißt, muss sich nicht erklären. Zwölf Songs zwischen Hardcore-Attitüde, bratzend tiefen Gitarren und Indierock-Euphorie, die stets voller Überraschungen sind, ohne Bruchstellen aufzuweisen.

Drummer Q lässt die Kessel grooven, spielt im technischen Detail aber exakt bzw. dramaturgisch punktgenau. Der Rest der Mannschaft liefert eine Soundwelle ab, auf der Bandkopf K.R. Hansen zeigt, wie Vocals inszeniert gehören.

"Arrogante Pophooks - aber mit so viel Charme, dass du vergisst, dass du eigentlich gerade von Hardcore verprügelt wirst", meinen die fünf Dänen selbst dazu. "666" mag exemplarisch dafür herhalten, dass Beta Satan zwar keine Rockrevolution auslösen. Die Band steht aber ungemein unter Spannung, und zwar so, als könnte sie zu jedem Zeitpunkt explodieren.

Im Prinzip basiert jeder Beta Satan-Track auf sowohl eingängigen wie bösartigen Riffs. Eine schwache Nummer kennt diese Platte nicht: 38 Minuten Dynamit.

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Amanda Palmer - Who Killed Amanda Palmer

Unsere Wertung: *****

Who Killed Amanda Palmer

Genre     Alternative

Amanda Palmer hier erstmalig ohne ihren Brian , dem Mann mit dem sie zusammen die DRESDEN DOLLS leitet (bzw. die beiden sind die Dolls!). Das letzte DD Album "No, Virginia" ist fast noch Frischware (erschien es doch erst vor ein paar wenigen Monaten) und eben dieses aktuelle DD Werk kommt nicht bei jedem an. Waren die ersten beiden DD Alben regelrechte Meisterwerke kommt das aktuelle Werk der DD dann doch sehr zugänglich und sogar ein bischen glattpoliert daher. Aber das letzte DD Album war ja auch kein richtiges denn es handelte sich ja um die restlichen Aufnahmen aus der "Yes, Virginia" Phase. Umso erfreulicher das es zumindestens von einer Hälfte der Dolls nun das erste Solo Album gibt. Während Brian Vigilonte sich ua. die Zeit damit vertrieben hat NIN bei der Produktion ihres Instrumental Epos GHOSTS unter die Arme zu greifen hat Sängerin Amanda Palmer an ihrem ersten Alleingang Album gewerkelt. Gleich vorab: Dieses Album ist schlichtweg grosartig geworden! Die Dame mit der wohl grössten Stimme im Musikbiz zur Zeit (ja ja: Manche schwören ja auf eine Amy W.) hat gleich alles richtig gemacht. Unverkennbar unterlegt sie ihre mal aggressive, mal verletzliche und dann sogar regelrecht heitere Stimme mit den schon von den Dolls bekannten Sound bestehend aus Klavier und Schlagzeug. Während es bei der Hauptband gar keine weiteren Instrumente bedarf fährt Mrs. Palmer hier jedoch auch andere Instrumente auf wie z.b. Gitarren oder Trompeten!! Klingt jetzt ziemlich schräg , doch ist es gar nicht. Sicherlich sind die Dolls und auch Mrs. Palmer alleine AVANTGARDE -doch diese AVANTGARDE die hier betrieben wird löst sich eindeutig von dem Brei des "Überkandidelten" - sprich: Diese AVANTGARDE rockt!! Und auf diesem Album klingt Mrs. Palmer oft genau so rotzig wie auf dem legendären ersten Dresden Dolls Werk. Alleine der Opener "Astronaut:A Short History of Nearly Nothing" ist einer eben dieser Songs die auf dem letzten Dolls Album gefehlt haben. Beispielsweise brilliert die Palmer bei Track 3 "Ampersand" wieder so verletzt wie einst bei "Half Jack" um dann beim Nachfolgesong "Leeds United" so richtig die Rock Mieze raushängen zu lassen und lässt eindeutige Wurzeln bei Siouxie erkennen und garniert diesen flotten und genialen Song dann auch noch mit dem Einsatz von Trompeten! Und dann klingt die Palmer bei einem Stück wie "Another Year" wie Cindy Lauper wenn sie erwachsen geworden wäre. Und dann ist da noch das wunderbare "The Point of it All" wo diese geniale Sängerin erneut unter Beweis stellt das sie einfach nur grosses Kino für die Ohren erschaffen will. Dieses ist ihr hiermit zweifelsohne gelungen!! Prädikat: Meisterwerk!!

Grandiose Solo Vorstellung!

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Ice Cube - Raw Footage

Unsere Wertung: *****

Raw Footage (European Edition) inkl. 2 Bonus Tracks

Genre     Hip-Hop, Rap

Ice Cube hat vom Filmset mal wieder ins Tonstudio gefunden und beehrt uns mit seinem neuen Album. Mit "Raw Footage" kommt erneut ein 16 Track starkes Album, das in der europäische Version zwei Bonus-Tracks enthält. Das somit neunte Soloalbum des Hip Hop-Veterans beinhaltet unter anderem Gastauftritte von Musiq Soulchild, Young Jeezy, The Game und WC.

Auf "Raw Footage" geht es weitaus politischer zur Sache als auf dem Vorgänger "Laugh Now, Cry Later". Produziert wurde der Longplayer u.a. von Emile und DJ Crazy Toones.

Dieses Album wird jeden regelrecht das Genick brechen, so Hot is this Rap Shit.

Dieses Album ist bombisch, das beste Rap Album seit langem. Ice Cube zeigt es wieder allen die gegen ihn sind. No One Can Do It Better!!!!!
Kauft dieses Album es ist seiner Zeit vorraus und ist Gangsta Rap pur!!

Westsiiide!!!!

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Freitag, 3. Oktober 2008

Sparks - Exotic Creatures of the Deep

Unsere Wertung: *****

Exotic Creatures of the Deep

Genre     Pop

Das schrägste Duo der Popgeschichte gibt nicht auf.

37 Jahre nach ihrer Debut LP veröffentlichen SPARKS 'Exotic Creatures Of The Deep' - ihr 21. Studioalbum.

Die Brüder Ron und Russell Mael haben in ihrem eigenen Studio in Los Angeles aufgenommen und stellen ein weiteres Mal ihre Fähigkeit unter Beweis, etwas ganz Besonderes erschaffen zu haben und zu Recht als Referenz für viele Künstler immer noch ganz weit vorne zu stehen.

Frisch, lebendig, unvergleichlich einzigartig und unvorhersehbar: SPARKS.

'Exotic Creatures Of The Deep' ist die natürliche Weiterentwicklung ihrer letzten beiden Alben, die den SPARKS typischen Sound zwischen Pop-Oper, Rock und ganz großem Drama angesiedelt haben. Das neue Album wird die Band zusätzlich mit seinen eingängig unwiderstehlichen Songs ein weiters Mal aus ihrer Nische holen und weitaus mehr Menschen begeistern als die eingefleischte Fangemeinde. Dies ist sicher!!!

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Donnerstag, 2. Oktober 2008

Ra Ra Riot - The Rhumb Line

Unsere Wertung: *****

The Rhumb Line

Genre Alternative, Indie -Rock

Sänger weg, Drummer tot, und dann hazt das New Yorker Quintett doch noch ein Debüt raus, das dem Hype um sie mehr als gerecht wird.

Einfach fesselnder Indie-Rock mit Cello und Geige.

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Mittwoch, 1. Oktober 2008

Peter Fox - Stadtaffe

Unsere Wertung: *****

Stadtaffe

Genre     Hip-Hop, Dancefloor

Lange habe ich gewartet und dann kam es endlich...schnell aufgemacht und schon beim ersten mal durchhören war klar...das ist ein richtig geiles Album.
Wer auf frische Beats, gut durchdachte Texte und eine phantastische Stimme steht ist bei Peter Fox goldrichtig. Dieses Album ist ganz groß. Bereits die 1.Singleauskopplung "Alles Neu" war ja ein richtiger Wachrüttler, aber das Album kann noch weit mehr. Schon der 2.Track "Schwarz zu Blau" ist mein Favorit auf der Scheibe...guter Beat und eine sehr ehrliche Sichtweise unserer Hauptstadt.
Neben ruhigeren Stücken wie "Haus Am See" und der Ballade "Ich Steine, Du Steine" gibt es natürlich auch wieder Partykracher wie "Schüttel Deinen Speck" oder "Zucker".
Alles in allem eine super Mischung und für mich eines der besten Album 2008.
Danke Peter !

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T.I. - Paper Trail

Unsere Wertung: ****

Paper Trail

Genre     Hip-Hop

Und er haut schon wieder ein Album raus! In sieben Jahren sechs Platten abzuliefern schafft nicht jeder. Mit T.I.'s "Paper Trail" kommt nun eines der nächsten heiß ersehnten Alben 2008 auf den Markt. Dass es dem Jungen aus Atlanta nie an Selbstbewusstsein gefehlt hat wissen wir seit er mit seinem überheblichen King-Of-The-South-Gequatsche angefangen hat, dies erlebt nun eine Steigerung. Auf dem Aufkleber von "Paper Trail" prangt der stolze Schriftzug "The Best Album Of The Year". Ob es das ist, wird in den folgenden Zeilen erörtert. Producernamen wie Drumma Boy, DJ Toomp, Just Blaze, Kanye West und Swizz Beatz klingen ja schon sehr vielversprechend, dafür lassen Gäste wie Rihanna, Usher, Justin Timberlake und Lil Wayne wohl eher auf ein rein auf Gewinn ausgelegtes Mainstream-Album schließen.
Der Einstand fällt mit "I'm Illy" schon mal nicht schlecht aus. Tiefe Kickbeats, leise Frauengesänge im Hintergrund und immer mal wieder einzelne Elemente wie Streicher oder Piano und ein bissig rappender T.I., gut, aber für das beste Album des Jahres muss schon noch eine Steigerung her. Am Besten tut man dies mit einer echten Überraschung. Nach ihrem heftigen Beef war es absolut nicht zu erwarten, dass T.I. sich Ludacris an Bord holt. Dessen Auftritt findet man auf "On Top Of The World", ein Song, der vor Überheblichkeit nur so strotzt. Geboten bekommt einen genial melodischen Snythie-Beat von DJ Toomp, welcher maßgeschneidert ist für den zweiten Gast, nämlich B.o.B.. Was die beiden MCs betrifft zeigt Ludacris seinem neuen Freund eindeutig wo der Hammer hängt, denn mit seiner großartigen Performance kann der selbsternannte King nicht mithalten. Dennoch ein erstes Highlight von "Paper Trail". Mit Überraschungen geht es gleich auf "Live Your Life" weiter. Wer erinnert sich nicht noch an den furchtbaren Sommerhit "Dragostea Din Tei" aus 2004? Und genau dieser wurde hier als Vorlage verwendet. Seine Melodie verwendet Rihanna im Hook, gleichzeitig singt sie das erste Mal mit Autotune, ein Trend, der wirklich jeden Künstler zu erreichen scheint. T.I.'s Vorstellung über dem wieder seht elektrischen, aber auch sehr freshen Beat ist eigentlich nicht zu kritisieren, allerdings beachtet man ihn aufgrund Rihannas so gut wie gar nicht. Synthesizer ohne Ende bekommt man sofort wieder mit dem darauffolgenden Song "Whatever You Like" auf die Ohren. Nicht wirklich abwechslungsreich, doch eine gewisse Emotionalität, die vor Allem dadurch hervorgerufen wird, dass T.I. eher singt als rappt, macht das Lied dann doch zu einer kleinen Besonderheit. "No Matter What" bewegt sich endlich in eher instrumentaler Ebene. Eine coole 70er Jahre E-Orgel erschafft zusammen mit Drums und einer E-Gitarre einen echten Ohrwurm, besonders im Refrain kommt T.I.'s kratzige Stimme richtig gut. Mit "My Life Your Entertainment" (feat. Usher) und "Porn Star" gibt es eine eher unspektakuläre Phase. Deutlich aufsehenerregender ist da "Swing Ya Rag", welches aus den Händen Swizz Beatz' stammt. Dieser scheint er endlich wieder an seine alte Klasse heran zu kommen, denn der Song ist schlicht und einfach gesagt ein echter Banger, der von vorne bis hinten einfach nur knallt. "What's Up, What's Haapnin'" beginnt furios und vielversprechend, doch wenn die Strophen einsetzen hat sich das dann doch wieder recht schnell - leider! Dies scheint so ein Phänomen von T.I. zu sein, denn das Selbe passierte ihm schon auf "T.I. vs. T.I.P." mit "We Do This", daher nur Durchschnitt. Dies kann man von "Swagga Like Us" überhaupt nicht behaupten, im Gegenteil. Die Produktion ist für Kanye West-Verhältnisse unheimlich elektrisch, jedoch nicht minder gut. Seine Beats pumpen kraftvoll, was durch die Trommelschläge im Hintergrund gut widerlegt wird, auch die Gesänge sorgen für richtig Power. Mit T.I., Kanye, Jay-Z und Lil Wayne sind hier gleich vier richtige Schwergewichte vertreten, wobei besonders Altmeister Jay-Z sein Klasse aufblitzen lässt und den jungen Cats zeigt, wer hier der Chef im Ring ist. So langsam erreicht man nun das Ende von "Paper Trail" und dies wird mit "Slide Show" wunderbar eingeleitet. Hier hätten wir ein richtig schönes R'n'B-Instrumental, das aus einer traumhaften Piano-/Synthie-Kombination besteht. T.I. rappt ruhig, souverän und einfach gut, wird jedoch von Feature John Legend und seinem fantastischen Gesang noch einmal übertroffen. Definitiv einer der Hits des Albums, wenn nicht der beste Song überhaupt. In die emotionale Richtung geht auch der Closer "Dead And Gone" zusammen mit Justin Timberlake. Zusätzlich zum Klavier kommt ein relativ schneller Takt, zu dem T.I. mal zeigt wie gut er eigentlich rappen kann, das hätte er ruhig öfter mal tun sollen. Naja, sei's drum. Insgesamt ein recht ordentlich, nicht mehr, nicht weniger.
Auch wenn "Paper Trail" mit seinem Mainstream mäßigen Sound eindeutig auf die Charts zielt, macht es einfach Spaß und das ist ja die Hauptsache. Schlechte Songs gibt es absolut keine, das ist ein Fortschritt zum alten Album, leider aber auch keine großen Experimente. Es klingt zwar nicht typisch ATL, dennoch ist die Herkunft aus dem dreckigen Süden nicht von der Hand zu weisen. Das beste Album des Jahres ist diese Platte definitiv nicht, aber dennoch ein gutes Werk. Wer T.I. mag, wird hier garantiert Gefallen finden, alle anderen, die dem etwas poppigeren Rap abgewandt sind, ist vorher reinhören unbedingt zu empfehlen.

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Dienstag, 30. September 2008

Travis - Ode to J.Smith

Unsere Wertung: ****

Ode to J.Smith

Genre     Alternative Pop/Rock

Mit "Ode to J. Smith" zeigen Travis, was sie in ihren Konzerten längst bewiesen haben: Das sie zu mehr fähig sind als nur zu schönen Melodien.
Das Album ist rockig, hat Ecken und Kanten. Der Sound wurde nicht glattgebügelt, es gibt schonmal eine verzerrte Gitarre zu hören.
Es ist sehr abwechslungsreich und erinnert teilweise an das Debutalbum "Good Feeling", allerdings reifer.
Auch auf diesem Album gibt es die herrlichen Melodien, ohne die kaum ein Travis-Song auskommt, diese Songs wirken auch jedoch nicht mehr aalglatt wie auf dem Vorgänger, sie haben mehr Energie.
Das Album besticht vom ersten bis zum letzen Lied durch kraftvolle Musik, man hört, das die 11 Songs live aufgenommen wurden.
Travis scheinen sich selbst neu erfunden zu haben, ohne ihre Wurzeln und ihre Stärken aus den Augen zu verlieren.

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Montag, 29. September 2008

Rosenstolz - Die Suche Geht Weiter

Unsere Wertung: ****

Die Suche Geht Weiter (Digi im Schuber)

Genre     Pop

'Die Suche geht weiter' ist das elfte Album von Rosenstolz.
Zwölf Lieder, die allesamt ein kleiner Kosmos für sich, die große Popkunst sind.
Zwölf Songs, zwölf Tauchgänge in die Tiefe der Seele.
'Unerwartet (Ein Fenster zum Himmel)' , 'Gib mir Sonne', 'Blaue Flecken'... schon die Titel sprechen Bände und bekunden, dass wir nicht allein sind. Das neue Album von Rosenstolz gibt Halt, legt sich wie eine warme Decke um das Gemüt und streichelt zärtlich unsere geschundenen Herzen, um gleichzeitig aufzurütteln, wie es Peter in 'Irgendwo dazwischen' selbstbewusst demonstriert.
Kein Platz für Monotonie im Lande Rosenstolz.
Es ist schwer, es ist leicht, es ist wunderschön. Und es ist ein Ereignis für viele Menschen, die sich mit diesen Liedern auf ihre eigene Weise beschäftigen werden. Die mit ihnen weinen, lachen und einfach... das Leben feiern!

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Freitag, 26. September 2008

Ne-Yo - Year of the Gentleman

Unsere Wertung: ****

Year of the Gentleman

Genre     RnB

2008 war bisher ein recht erfolgreiches Jahr in Sachen RnB.
Keine Frage also, dass auch RnB Talent Ne-Yo, nach dem riesen Erfolg
mit "Because of You", sein zweites Album "The Year of the Gentleman" veröffentlicht,
um weiterhin ganz oben im schnelllebigen Musikgeschäft mitmischen zu können.

Tatsächlich gelingt es ihm mit seiner aktuellen Scheibe diese hohen Anforderungen
zu erfüllen und sich neben aktuellen RnB Alben wie "Exclusive" von Chris Brown
oder "Here I Stand" von Usher mühelos einzuordnen.

"The Year of the Gentleman" serviert dem Zuhörer feinsten RnB.
Zwar darf man bei einer deratig schnellen Produktion des Albums keine innovativen
Stiländerungen erwarten, doch bringt das zwölf Songs beinhaltende Album einige
Tophits mit, die neben der dauerrotierenden Erstauskopplung "Closer",
noch einige Tophits im Petto hält.

Ob ungewollt oder nicht muss sich Ne-Yo ein weiteres Mal der Tatsache stellen,
dass er in einigen Liedern vom Gesang her unglaublich an Michael Jackson erinnert.
Gerade bei höheren Gesangseinlagen ist die Ähnlichkeit nicht abzuweisen.

Negativ ist diese Tatsache bei weitem nicht zu bewerten, immerhin ist Michael Jackson
ein Stück Musikgeschichte, doch sollte sich Ne-Yo im allgemeinen langsam aber sicher
einen deutlicheren eigenen Stil anlegen um sich von der breiten Masse an RnB Künstlern,
die den Markt regelrecht überfluten, abzuheben.

Denn viele Songs auf dem Album hören sich zwar sehr gut an, hätten allerdings
genauso gut auf einem Chris Brown Album landen können.

Hierzu zählen vor allem die Songs "Single" oder "Mad", die beide durch wunderschönen
RnB bestechen jedoch zu beliebig klingen und sich nicht hundertprozentig mit dem
Künstler Ne-Yo in verbindung bringen lassen, was für den Widererkennungswert sprechen
würde.

Einzigartig klingt neben dem leider bereits ausgelutschten "Closer" der Song
"Miss Independent", der mit einem sehr eigenen, dennoch eingängigen Beat besticht und
zu dessen Rhytmus Ne-Yo's Gesangseinlagen perfekt passen - ein wirklicher Topsong,
der nicht umsonst die zweite Singleauskopplung des Albums sein wird.

Textlich braucht man bei einem derartigen Album nicht all zu viel zu erwarten, deshalb
überzeugen auch Titel wie "Part of the List" und "Back to What you know", vor allem
gesanglich und durch eingängige Beats, als durch lyrische Raffinesse.

Sie es drum, denn insgesamt liefert Ne-Yo genau das ab was auch zu erwarten war und
was gefordert wurde.
Nichts neues, dafür sehr guten RnB in gewohnter Art und Weise.
Und seien wir mal ehrlich, manchmal ist auch keine Veränderung eine Veränderung,
vor allem wenn sie so schön klingt wie auf diesem Album.

Schnulzen für frisch verliebte - Grauenhaft schlecht !1
"So you can Cry" - Richtig ! Dieser Track ist ein Beleg dafür, wie schlecht RnB sein kein. Ein Track ohne Höhen und Tiefen, ohne Spannungsbogen im Rhytmus, einfach schlimm. Der Rest des Albums ist keinen Deut besser, da muss ich nicht mal die Tracks nennen, das wird jeder der etwas Geschmack hat, selbst hören. Also der RnB der Neuzeit ist einfach nur noch übel. Dieses Album hat 12 zum Großteil völlig langweilige Tracks. Der einzige Track, der sowohl vom Beat als auch vom Text noch den Titel Rhythm and Blues verdient hat ist "Closer", der bereits im Radio totgedudelt wurde.

Ne-Yo schöpft nicht bei EINEM Track die Kraft die seine Stimme ohne Zweifel haben kann, aus. Hätte er mehr Powertracks ala "Closer" gemacht, das Album wäre für ihn ein Goldesel geworden.

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