Diese Seite versorgt Euch mit kritischen Kommentaren zu aktuellen CD Neuerscheinungen.
die TuneSpy CD-Reviews

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Donnerstag, 8. Mai 2008

Someone Still Loves You Boris Yeltsin - Pershing

Unsere Wertung: ****

Pershing

Die Musik der Springfielder (Missouri) Band Someone still loves you Boris Yeltsin ist halt so liebenswert, dass man sich am liebsten den ganzen Tag von ihrem lauen Indiepop die Falten aus dem Sack schlagen lassen will. Nachdem ihr Debüt Broom 2005 schon mächtig Eindruck machen konnte, sind sie mit ihrem Zweitwerk Pershing auf dem besten Weg das perfekteste Indiepopalbum aller Zeiten aufzunehmen. Die nette Auskopplung Think I wanna die wurde sogar als neue Nationalhymne des Irak vorgeschlagen. Pershing ist sowas von gut gemacht und niedlich, dass es über Jahre hinweg wohl als DAS Album gelten wird, von der alle ehrlichen Emokids behaupten, dass es ihr Leben (zum Positiven) verändert hat.

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Looptroop Rockers - Good Things

Unsere Wertung: ****

Good Things

Das neue Looptroop (Jetzt heißen Sie Looptroop Rockers) Album ist draussen und es ist definitiv wieder ein Banger.
Dicke Bässe, treibende Rhythmen und Elektro-Klänge.
Die meisten der Songs auf dem Album sind sehr fresh und klingen einfach nach Sommer und Party. Man muss sich zwar erstmal in das Album komplett reinhören doch dann rockt es immer mehr.

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Mittwoch, 7. Mai 2008

Isobel Campbell & Mark Lanegan - Sunday at Devil Dirt

Unsere Wertung: ***

Sunday at Devil Dirt

Inzwischen weiß es jeder: Mark Lanegan ist der neue Johnny Cash. Mit jedem Album sackt seine Raspelstimme weiter in den Keller und ist bald so zerfurcht und zerrissen von Schwermut wie die des Meisters in seinen letzten Jahren - man höre nur "The Raven". Verständlich also, dass Ex-Belle-&-Sebastian-Chanteuse Campbell sich ihre düsteren Folksongs wieder von Lanegan veredeln lassen wollte. Doch im Gegensatz zum ersten Duettalbum "Ballad of the broken Seas", das Erinnerungen an Hazlewood/Sinatra entfachte, muss man hier schon sehr genau hinhören, um Campbells elfenhafte Stimme im Hintergrund zu erahnen. Natürlich war der Erfolg des Albums hauptsächlich Mark Lanegens raumgreifender Präsenz geschuldet. Und natürlich war es verlockend, noch mehr an dieser Schraube zu drehen. Doch angesichts der großartigen düsteren Folksongs auf "Sunday ...", hätte sie das nicht nötig gehabt - selbst wenn sich Campbell damit nur vor einer designierten Legende verneigen wollte.

Fazit: Die Magie des Duos ist verraucht.

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Atomic - Coming Up From The Streets

Unsere Wertung: ****

Coming Up From The Streets (Limited Digipak + Bonus Track)

Atomic, aus Furth im tiefsten Bayerischen Wald,
präsentiert uns mit "Coming Up From The Streets" bereits das zweite Album.
Vielleicht war gerade die Entfernung zu grossen Städten mehr Ansporn als Hindernis.
Die Zwillingsbrüder Thomas und Rainer Marschel, die sich Gesang und Gitarrenarbeit teilen, starteten schon im Jahre 2000 in bester DIY-Manier ihre Gitarren-Band.
Sie huldigen dabei ganz unverblümt ihren Indie-Helden aus England und Schweden, Oasis und Mando Diao werden passenderweise oft genannt.
Aber Atomic sind weit mehr als eine Kopie, denn sie haben ihren eigenen Stil gefunden und scheuen sich nicht davor, Stilelemente wie PowerPop, Beat, 60s, Garage, Mod einfliessen zu lassen.
Von extrem tanzbar (der Opener "Soul Sister" zu dem es auch einen Video Clip gibt), treibend ("Magic Daydream") bis hymnenhaft ("The Good Souls") ziehen die Mitzwanziger alle Register.
Das Album enthält 11 perfekt ausarrangierte und fein instrumentierte Stücke, die im epischen "High & Fall" enden.
Auch die Konzerte von Atomic können sich sehen lassen.
Zu den Highlights der Band gehören sicherlich auch die Support Shows für Paul Weller, den Babyshambles, Madsen und Kula Shaker.



Kaufen! Die Melodien der Waidler bekommt man nicht mehr aus dem Ohr!

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Johnossi - All They Ever Wanted

Unsere Wertung: ****

All They Ever Wanted

Nicht zu glauben was die beiden Schweden John und Ossi nur mit einer brachialen Stimme, einer Akustikgitarre und einem Schlagzeug bewaffnet für einen gigantischen Sound rausrotzen. Wer das erste Album gut fand, wird vom neuen Album All They Ever Wanted begeistert sein. Eine Entwicklung vom Indie- zum eher rauen, harten und lauteren Rock, ohne den Charme der beiden Schweden zu verlieren, wie wir ihn auf dem ersten Album kennen gelernt haben. Das Album beginnt so gewaltig mit Liedern wie 18 Karat Gold, Party with my Pain, Send more money und Train Song, es scheint als würde sich John schon nach den ersten vier Liedern heiser schreien. Doch das Album besteht nicht nur aus lautem Gitarrengeschrammel und Johns Gebrüll, die eher balladesken Songs wie Lie Lie Die und In The Mystery Time Of Cold And Rain lassen den Puls dann doch zum richtigen Zeitpunkt wieder runterfahren und den Hörer zu Atem kommen. Live ein absolutes Erlebnis.

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Montag, 5. Mai 2008

The Last Shadow Puppets - The Age Of The Understatement

Unsere Wertung: *****

The Age of the Understatement

Ganz große Musik, die völlig zu Recht berühmt werden wird.

The Last Shadow Puppets - dahinter verbergen sich Alex Turner von den Arctic Monkeys und Miles Kane von den Rascals, die sich auf einer gemeinsamen Tour ihrer Bands kennen gelernt haben. Ihr erstes Album heißt THE AGE OF UNDERSTATEMENT und steht gerade in den Regalen des CD-Händlers eueres Vertrauens.

The Last Shadow Puppets sind nach eigenen Angaben inspiriert von dem frühen David Bowie, Heat Of The Morning, Thin Lizzy und vorallem Scott Walker. Besagter Scott Walker sang während der frühen Sechziger die Führungsstimme bei den Walker Brothers. Als Solist vollendete er das Konzept des Hymnischen in vier karg durchnummerierten aber überwältigenden Alben. Miles Kane und Alex Turner gehen 40 Jahre später sogar so weit, Pilzfrisuren zu tragen und weiße Rollkragenpullover. So posieren sie als doppelter Scott Walker für das Innencover zum Album.

Alles in allem entdecken die Last Shadow Puppets die hymnische Seite der Sechzigerjahre neu, mit sattem Orchester und schwülstigem Pathos servieren uns die beiden jungen Briten hervorragende Popmusik mit einem Hauch von Sixties ohne gleich im Mersey Beat zu versumpfen. Sie sind musikalisch schon in der Neuzeit anzusiedeln, halt irgendwo zwischen Arctic Monkeys und The Coral.

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Lyrics Born - Everywhere at Once

Unsere Wertung: ****

Everywhere at Once

"I Can't Decide." Bei manch einem Zeitgenossen führt Unentschlossenheit zu vollkommener Lähmung. Im Fall Lyrics Born liegen die Dinge anders: Wenn man sich nicht für eine Sache entscheiden kann, wirft man eben alle Zutaten gemeinsam in den Topf. Unter den Händen eines Koches, der sein Handwerk nicht versteht, mag dabei klumpiger Einheitsbrei entstehen. Lyrics Born dagegen tanzt virtuos auf sämtlichen Hochzeiten - eben "Everywhere At Once".

Die Zutaten:
Rock'n'Roll, Rap, Funk, Rock, Jungle und Raggavibes.

Schmeckt wirklich lecker!

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Thrice - The Alchemy Index: Vols III & IV

Unsere Wertung: ****

The Alchemy Index: Vols III & IV

Mit dem dritten und vierten Teil ihres Konzeptwerks The Alchemy Index beenden Thrice das ambitionierteste Experiment ihrer Karriere und beweisen eindrucksvoll, dass sie viel mehr als eine Postcore-Band sind.

Schon mit dem Vorgängeralbum The Alchemy Index: Vols. I & II - Fire & Water lösten sich Thrice von sämtlichen Limitierungen des Hardcore-Genres und reicherten ihren Sound mit innovativen Ambient-Soundscapes, eingängigem Alternative-Rock und progressiven, epischen Songstrukturen an, ohne dabei sich selbst und den roten Erzählfaden zu verlieren. Auf Air, den ersten sechs Songs des neuen Albums, wird diese Marschroute konsequent weiterverfolgt, Hardcore-Elemente hört man aus den komplexen, avantgardistischen Stücken nur ansatzweise heraus. Doch mit Earth entfernen sich Thrice noch weiter von ihren harten Wurzeln. Filigrane Akustikgitarren und melancholische Klavierläufe verdrängen den Verzerrer, Singer/Songwriter- und sogar Jazz- und Country-Arrangements entführen den Hörer in gänzlich neue Gefilde, die von Zerbrechlichkeit, Ruhe und wunderschönen Melodien dominiert werden. Mit diesen letzten sechs Nummern, die den Vierteiler perfekt abrunden, etablieren sich die Kalifornier endgültig als zutiefst eigenständige, hyperkreative Band, die sich hinter Größen wie Coheed And Cambria oder ...Trail Of Dead zu keinem Zeitpunkt verstecken muss.

-- Michael Rensen

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Noze - Songs on the Rocks

Unsere Wertung: ****

Songs on the Rocks

Nach Raz Ohara & The Odd Orchestra punktet Get Physical mit einer weiteren originellen Veröffentlichung abseits ihres bisher gewohnten Spektrums von Dance und House: Songs On The Rocks ist ein außergewöhnlich frisches und abwechslungsreiches Album, das seinesgleichen sucht. Die Künstler, Nicolas Sfintescu und sein Querulantenkollege Ezechiel Pailhes, aka Nôze, sind einander innig verbunden durch ihren Hang zu Klavieren, Strohhüten und öffentlichen Oben-Ohne-Strips. Neben ihrem herzergreifenden Club-Hit "Remember Love", der letztes Jahr zu Nôze's kometenhaftem Aufstieg beitrug, enthält ihr neuestes Album auch ihren allerersten Song auf Französisch, `Danse Avec Moi' - featuring die einzigartige Dani Siciliano, die die Vocals beisteuert, und eine ungewöhnliche Reinterpretation des Nôze-Klassikers 'Kitchen'. In Songs On The Rocks regiert der für Nôze so typische Sinn für das, was sich nicht gehört, und schafft insgesamt ein krönendes Album, das genauso bemerkenswert ist für seinen Humor, seine Pietätslosigkeit und Liebe zum Leben wie auch für seine enorme musikalische Ausgereiftheit und rasiermesserscharfen Produktionen. In einer Welt, die sich selbst oft zu ernst nimmt, erinnern uns Nôze wieder an den Wert des Skurrilen. Tipp!

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