Diese Seite versorgt Euch mit kritischen Kommentaren zu aktuellen CD Neuerscheinungen.
die TuneSpy CD-Reviews

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Freitag, 19. März 2010

Goldfrapp - Head First

Unsere Wertung: ****
Head First

Da ist also, nur zwei Jahre nach "Seventh tree", einem glasklaren Relax- und Folkpopalbum, gibt es nun wieder die volle Dröhnung an Synthies und 80's Feeling. Discodance, Eurodancepop, Plastikpop und viele Reminiszenzen an die gute Discozeit kommen einem da in den Sinn. Gepaart mit Alisons unverwechselbarer Stimme und schönen, wenn auch kurzweiligen Melodien. Da reihen sich Giorgio Moroder und Erasure Sounds an die Glamzeiten von "Supernature".

Mit "Rocket" oder "Believer" schafft es das Duo jetzt auch ins Radio, eventuell wollte man auch einen massenkompatibleren Sound. Auf jeden Fall versprüht man hier Adriadisco und Synthesizersongs am Fließband. Bayern 3 lässt jetzt auch mit Goldfrapp grüßen. Komisch in meinen Ohren.

"Shiny and warm" lässt an "Satin chic"-Zeiten von "Supernature" erinnern und "Head first" packt einen mit einer wunderschönen Melodie, wie gemacht für den anstehenden Frühling. "Voicething" ist zum Abschluss experimenteller und könnte schon auf ihrem Debut vertreten sein.

So liefern Goldfrapp nichts weltbewegendes ab, aber einen Querschnitt durch die 80er und ihrem bisherigen Schaffen, ein einheitliches Werk "80's total", das nur mit "Seventh tree" als einziges Goldfrapp-Werk nicht mehr viel am Hut hat, und nach nur 9 Songs viel zu schnell vorbei ist, um es mit fünf Sternen bewerten zu können. Also bei so einem Album bräuchte es definitiv mehr Songs, um so richtig hängen zu bleiben.

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Goldfrapp - Rocket

Donnerstag, 18. März 2010

Ken - Yes We Ken

Unsere Wertung: ****

Yes We Ken

Nach dem Abgang bei Blackmail hat Sänger Aydo Abay nun alle Zeit der Welt für sein zweites Projekt Ken. Dass er die vergangenen Monate effektiv genutzt hat, beweist er eindrucksvoll mit diesem dritten Album. Spacerock, Elektropop und Postpunk schmiegen sich stimmig aneinander und kuscheln behaglich mit Abays unverwechselbar klarer Stimme. Synthetischer 80er-Jahre-Wave mischt sich mit Screamo, druckvolle Stücke mit plätschernden Sounds. Eins ist klar: Für eine einzelne Schublade ist das viel zuviel kreative Füllung.

Mehr als je eine Ken-Platte zuvor ist "Yes We" das Ergebnis eines Kollektivgedankens, viele Ideen stammten von den anderen Bandmitgliedern, und mit dem Bassisten Guido Lucas weiß man sogar einen Studiobesitzer (Blubox) in den eigenen Reihen. Soundmäßig ist "Yes We" eine echte Überraschung: So viel Pop, Wohlklang und Gefälligkeit war selten. Der Rest ist pure Freude.

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Ken - Get a life

Serj Tankian - Elect the Dead Symphony

Unsere Wertung: *****
Elect the Dead Symphony
Mit großer Erwartung hörte ich mir das Album an und es hatte mich vollkommen überzeugt.
Die Lieder des Soloalbums "Elect the Dead" habe ich mittlerweile schon sehr oft gehört und so dachte ich, dass mich in der Symphony nicht viel Neues erwarten kann. Falsch gedacht... alle Lieder wirken vollkommen anders und haben (logischerweise) instrumental veränderte Inhalte. Sehr ruhige und entspannende Momente sowie die geballte Kraft des Orchesters kommen hervorragend zu Geltung.

Mit großer Erwartung hörte ich mir das Album an und es hatte mich vollkommen überzeugt.
Die Lieder des Soloalbums "Elect the Dead" habe ich mittlerweile schon sehr oft gehört und so dachte ich das mich in der Symphony nicht viel Neues erwarten kann. Falsch gedacht... alle Lieder wirken vollkommen anders und haben (logischerweise) instrumental veränderte Inhalte. Sehr ruhige und entspannende Momente sowie die geballte Kraft des Orchesters kommen hervorragend zu Geltung.

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Mittwoch, 17. März 2010

Lucky Fish - Away from the Cliffs

Unsere Wertung: ****
Away from the Cliffs

Jawoi! Die neuen Mando Diao kommen aus der bayerischen Landeshauptstadt!!!
Mehr braucht man zu dem Erstling dieser feschen Burschen gar nicht sagen.
Super! Weiter So!!!!

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Lucky Fish - Inside Her Eyes LIVE

Sonntag, 14. März 2010

Bloodlights - Simple Pleasures

Unsere Wertung: ****
Simple Pleasures

Ein ordentliches Feuerwerk aus fetten, treibenden Gitarrenklängen, energiegeladenem und doch melodischem Gesang, sowie eingängigen Refrains wird hier geboten.
Die Songs haben Power, größtenteils Tempo, klingen frisch und abwechslungsreich. Das wird verstärkt durch kleine `Überraschungen` wie Tempowechsel, kurze Soli, kleine Soundeffekte. Alles nahtlos zusammengefügt zu einem Rock`n`Roll/Punkrock - Cocktail, der absolut Spaß macht!
Bloodlights haben sich gegenüber dem gleichnamigen Debüt nochmal gesteigert, klingen ausgereifter und kraftvoller.
Sofern das beim skandinavischen `Rotzrock` überhaupt noch möglich ist, haben die Norweger um Captain Poon durchaus einen eigenen, furiosen Stil entwickelt.

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Bloodlights - City Of The Dead - LIVE!

Freitag, 12. März 2010

K-Os - Yes!

Unsere Wertung: ****
Yes!

Mit seinem vierten Album "YES!" ist K-OS wieder mal ein super Stück von einem modernen Hip-Hop-Album gelungen. Viele Songs muss man sich auf jeden Fall mehrmals anhören, aber dann gehen sie einem nicht mehr
aus seiner Gehörmuschel. Vieles ist sehr experimentel aber auch vielseitig.

Kurz! Yes! - Viel Spaß damit!!!!!!!!

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K -Os - Eye Know Something - YES!

Amy Macdonald - A Curious Thing

Unsere Wertung: **
A Curious Thing

Mit ihrem ersten Hitalbum This Is The Life gelang der 22-jährigen Schottin Amy Macdonald ein atemberaubender Senkrechtstart und bescherte ihr einen Erfolg, der auch nach mehr als einem Jahr kaum abflauen wollte. Nun legt sie ihr zweites Album nach, mit entsprechend hohen Erwartungen von allen Seiten.

Um so niederschmetternder ist das Egebnis.

Die Songs sind, das muss man natürlich sagen, zum Teil hochklassig ... wenn man sie in ihrer ursprünglichen Liveversion kennt. "Your Time Will Come", live großartig, verkommt zum schwachen Popsong, der nur in den Ohren weh tut. "Troubled Soul", ein Song zum Niederknien, geht in Hall und Echos unter, die niemand braucht. Es scheint als ob Amy und ihre Produzenten Musikeffekte im Sonderangebot eingekauft haben und nun überall einsetzen. Besonders allerdings dort, wo sie nichts zu suchen haben.

Die Produktion des Albums läuft unter dem Motto "Mehr ist mehr ist besser ist Charterfolg". Die absolut grauenhaften Arrangements zerstören jedes Lied, machen jeden Song zu einem undurchdringlichen Klangwall, der keinerlei Subtilität zuläßt. Einzig "My Only One" und "What Happiness Means To Me" können übezeugen, wobei letzterer Song durch einen völlig sinnentleerten Instrumentalteil gemeuchelt wird.

Was sich Amy und ihre Produzenten dabei gedacht haben ... ich weiss es nicht. Viel kann es aber leider nicht gewesen sein.


Crookers - Tons of Friends

Unsere Wertung: ****
Tons of Friends

Die Crookers sind die Netzwerker des Jahres. Für die 20 Songs von "Tons of Friends" konnten die Mailänder DJs Phra und Bot mehr als 20 Gastmusiker gewinnen - darunter Namen wie Will.I.Am, Roisin Murphy und Spank Rock. Es muss am Remix von Kid Cudis "Day'n'Nite" gelegen haben, der es in die Top 3 der britischen und US-Charts schaffte. Oder einfach ihr überdrehter Sound samt Sirenen, Samples, dreckigen Beats und schrägen Tönen. Die beiden vermischen HipHop locker mit House und kreuzen Beats der Sorte Diplo, drehen das ganze durch den Soundwolf und die Laustärke ordentlich auf. Das ist definitiv keine Sofamusik, aber beweisen muss sich "Tons of Friends" auch nicht als Album, sondern einzelne Tracks davon im Club. Und da findet sich einiges an Hitpotenzial: Zu Soulwax & Mixhells Pliepmonster "We love Animals" kann man sich in Rage tanzen, Kelis rappt frech auf "No Security", Roisin Murphy schreit in "Royal T" die bösen Bässe nieder, und Tim Burgess ist in "Lonely White Wolf" zwar kaum tanbzar, aber originell experimentell. Trotz der Genremischung fällt nur der Track der Hipsterschweden Miike Snow aus dem Rahmen. Aber da "Remedy" so großartig ist, verzeihen wir das gern.

Mehr Klicks als Coldplay auf MySpace? Das sagt doch eigentlich schon alles die Crookers stehen kurz vor der Explosion!

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Kelis ft Crookers No Security


CROOKERS - PUT YOUR HANDS ON ME Ft. KARDINAL OFFISHALL

Mittwoch, 10. März 2010

Shout Out Louds - Work

Unsere Wertung: ***
Work (Ltd.Deluxe Edt.)

Rundumerneuerung bei den Shout Out Louds: Nicht zufällig hat das Quintett zum ersten Mal das heimische Stockholm verlassen und ist für die Aufnahmen nach Seattle gereist. Vor allem Produzent Phil Ek (Shins, Dodos) hat auf "Work" ganz deutlich sein Revier markiert. So lassen die Shout Out Louds den Schwedenpop fahren und verlegen sich lieber auf wiederholungsfreudiges, nicht selten düster dräuendes Gitarrenspiel. Natürlich schälen sich trotzdem Hooklines aus der Monotonie, doch mit Ausnahme von "Walls" und der Single "Fall hard" brauchen die neuen Songs wesentlich mehr Anläufe als gewohnt, bis sie sich ins Ohr bohren. Zusätzlich wird den Fans die Wiedererkennung erschwert, weil Adam Olenius intensiv an seinem Gesangsstil gearbeitet hat - vielleicht um ein für alle mal die Verwechslungen mit Cure-Chef Robert Smith zu unterbinden. So ist "Work" vor allem ein mutiges Stück Arbeit, denn mit fröhlichen Schwedenpop wäre es den Shout Out Louds um einiges leichter gefallen, den jetzt anstehenden Schritt von Indiehelden zur Chartband zu machen.

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Shout Out Louds - Walls

Two Door Cinema Club - Tourist History

Unsere Wertung: ****

Tourist History

Der Durchbruch ist natürlich längst programmiert: Mit dem französischen Electro- und Modelabel Kitsuné haben Two Door Cinema Club die derzeit angesagteste Plattenfirma im Rücken, sie stehen auf der nahezu unfehlbaren BBC-Liste der wichtigsten Newcomer 2010, und mit den Singles "Something Good can work" und "I can talk" bringen sie aus dem letzten Jahr bereits zwei bewährte Clubhits mit. Ein oder zwei gute Songs mehr und passables Füllmaterial hätten eigentlich gereicht, um den üblichen Debütantenhype anzuschubsen. Aber was machen die drei Jungs aus dem nordirischen Bangor? Auf "Tourist History" hauen sie zehn Songs in kaum mehr als einer halben Stunde raus - und jeder von ihnen hat das Zeug zum Singlehit. Reinste Koketterie, wenn sie in den Texten ihre Unsicherheit durchscheinen lassen, ob es wirklich die richtige Entscheidung gewesen ist, in einer Band zu spielen, statt zur Uni zu gehen oder einen konventionellen Job zu machen. Was die Kombi aus Elektro und klassischen Popsongs angeht, haben Two Door Cinema Club schon jetzt nur noch Phoenix vor sich - und die Franzosen haben immerhin satte drei Alben Vorsprung

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TWO DOOR CINEMA CLUB | UNDERCOVER MARTYN