Diese Seite versorgt Euch mit kritischen Kommentaren zu aktuellen CD Neuerscheinungen.
die TuneSpy CD-Reviews

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Mittwoch, 6. Juli 2011

Gus Gus - Arabian Horse

Unsere Wertung: ****
Arabian Horse

Aufgrund des besonderen und wunderschönen Covers bin ich zum Glück auf diese Gruppe aus Island gestoßen und bin wahrlich begeistert.
Mehr und mehr nehmen einen die 10 Electrotracks in Bann, die allesamt Deep House, Dance, Electro, Dub und Soul kombinieren und wahrliche Perlen der Electromusik darstellen. Sei es das tanzbare "Over" für den Club, "Within me" mit genialen Geigerarrangements oder das hervorragende Instrumentalstück "Benched" am Ende des Albums, das mit seinen 8 Minuten ein kleines Opus darstellt, hier ist wirklich alles gelungen.
Die vier unterschiedlichen Vocals, die sehr soulig und amerikanisch daherkommen, tun ihr Restliches.
Ein echt cooles Album. Perfekte Electromusik der besonderen Art.


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Bag Raiders - Bag Raiders

Unsere Wertung: ****
Bag Raiders

Was verbindet das Synthie-Duo Bag Raiders mit AC/DC? Beide Bands kommen aus Australien und schreiben eingängige Songs. In Deutschland wurden sie bekannt mit ihrem Vodafone-Hit "Way back home", der natürlich auch auf dem Longplayer nicht fehlen darf. Als ich ihn zum ersten mal hörte, dachte ich dass es sich um Cut Copy handelt, die ebenfalls aus Australien kommen. Im Gegensatz dazu haben sie es aber auf Anhieb geschafft ein Album zu produzieren, das durchgängig in die Gehörgänge geht und reichlich Abwechslung bietet.
In der Gesamtheit überzeugt das Album komplett: Kein Hänger, Mut zur Abwechslung, sogar viele Instrumentals. Und bei "Gone away" kann ich mir gut vorstellen, das es noch einmal von AC/DC gecovert wird ;-)

Von wegen One-Hit-Wonder. Die Bag Raiders beweisen mit ihrem Erstlingswerk, dass sie mehr sind, als nur ein kurz aufhellender Stern am Kommerz-Firmament.


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Montag, 4. Juli 2011

Foster the People - Torches

Unsere Wertung: ****
Torches

Musikalisch liegen "Foster The People" irgendwo zwischen MGMT, Two Door Cinema Club und anderen Wegbegleitern.
Genau wie bei denen wurde hier mit Torches ein spaßiges und mit wunderbaren Melodien unterlegtes Album produziert, wenn man auch das Gefühl hat, dass es eher kalkuliert wirkt als bei vorher genannten Bands.
Während Pumped Up Kicks sich in den USA schon zum absoluten Publikumsliebling gemausert hat, wird dieser Erfolg auch hier nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Gleichwertig gut sind auch Helena Beat als perfekter Einstieg in dieses Album um den richtigen Vorgeschmack zu geben und Houdini, ein fabelhaftes Tanzlied für warme Sommernächte.
Für einen guten Sommer brauche ich genau solch ein Album. Leicht, voller spritzigkeit und handwerklich gut erstellt. Klasse!

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Freitag, 1. Juli 2011

Kaiser Chiefs - The Future Is Medieval

Unsere Wertung: ****
The Future Is Medieval

"The Future Is Medieval" ist in seiner Gesamtheit ein Songwriting-Crossover auf höchstem Niveau. Die Kaiser Chiefs im Jahr 2011 lassen sich in keine gängige Schublade verfrachten. Fans der ersten Stunde werden es nicht hören wollen, aber es bleibt spannend zu erwarten, wohin ihre Reise die Band noch führen wird. Von künstlerischem Mainstream oder gar Stagnation sind die Engländer jedenfalls so weit entfernt, wie Pietro Lombardi vom King Of Pop-Titel.


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Donnerstag, 30. Juni 2011

Limp Bizkit - Gold Cobra

Unsere Wertung: ****

Gold Cobra

Zu aller erst will ich sagen, hätte mir im Oktober 2000 jemand gesagt, dass es 10 1/2 Jahre dauern wird, bis der rechtmäßige Nachfolger zu "Chocolate Starfish and the Hot Dog Flavoured Water" erscheint, ich hätte ihn für verrückt erklärt!
Die LP klingt einfach nach 1999/2000, es ist wie eine Art Zeitreise und bringt mir einige schöne Errinerungen an eine Zeit, in welche Nu Metal/Crossover die Speerspitze war, und meinen Musikgeschmack entscheident geprägt hat.
Fast jeder einzelne Track auf dem Album ist klasse! Leider fallen dann die letzten Tracks dann etwas ab.

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Patrick Wolf - Lupercalia

Unsere Wertung: ****

Lupercalia

Wieder ein hervorragendes Album von Patrick Wolf und genau wie bei den Vorgängern reiht sich hier ein klasse Stück an das andere. Die CD ist etwas poppiger und sanfter gehalten, als man es von Wolf gewohnt ist. Insgesamt ist die CD eingängiger als die bisher erschienenen. Die ersten Stücke gehen mit nur kurzer Unterbrechung ineinander über und ergeben einen tanzbaren "Lupercalia"-Reigen.

Lupercalia war ein Aufnahme-Fest junger Leute im alten Rom, auf dem man sich reinigte, feierte und die Fruchtbarkeit zelebrierte.

Für mich ist Patrick Wolf einer der experimentierfreudigsten, mutigsten und innovativsten Musiker der letzten Jahre. Ein junger Mann, der sich von Album zu Album weiterentwickelt. Für ihn ist Musik wirklich Kunst. Seine Musik ist ausdrucksstark wie kaum eine andere.

"Lupercalia" ist wieder ein klasse Album.

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Scott Matthew - Gallantry's Favorite Son

Unsere Wertung: ****
Gallantry's Favorite Son

Sehnsüchtig erwartet wurde das neue Album von Scott Matthew. Es gibt (zum Glück!) keine negativen Überraschungen oder irgend welche zwanghaften Versuche, seinen Stil zu ändern. Scott setzt das fort, was er bereits mit ELVA SNOW und den beiden ersten Scott M. Alben begonnen hat - und ist und bleibt der Troubadour der Stunde. Niemand aus diesen Gefilden vermag es wie er, tiefste Romantik ohne Kitsch ins Hier und Jetzt zu übertragen! Unsagbar schön. Punkt. Wenn nur nicht jetzt Sommer wär!


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Mittwoch, 29. Juni 2011

Selah Sue - Selah Sue

Unsere Wertung: ****
Selah Sue

Langsam bekommt das Ganze Methode. Nachdem sich Milow mit seinem vierten Album endgültig als internationale Größe etabliert hat und erst kürzlich die neue Platte von "Hooverphonic" reingeschneit ist, steht mit Selah Sue bereits der dritte belgische Act in den Startlöchern. Und auch hier überrascht es wie selbstverständlich die 22-jährige zwischen den Musikgenres balanciert. Soul, Jazz, Funk, Reggae und Hip Hop wachsen zu einem einnehmenden Mix zusammen. Dem ersten Plattenvertrag folgt schnell ein Duett mit Cee-Lo Green (Please), welches auf dessen Erfolgsalbum "The Lady Killer" Platz findet. Ihre Singles "Raggamuffin" und "Crazy Vibes" ebnen ihr den Weg in die Charts in Belgien, Frankreich und den Niederlanden. Darüber hinaus wird sie bei den heimischen Music Industry Awards Anfang 2011 als beste Solokünstlerin ausgezeichnet

Warum also nicht Europa? Oder gleich die ganze Welt? Fest steht, ihr selbst betiteltes Debüt funktioniert Grenzen übergreifend. Gesegnet mit einer rauchigen, ausdrucksstarken Stimme und dem nötigen Selbstverständnis macht sie als weiblicher MC ebenso eine gute Figur wie als gefühlvolle Sängerin. "This world" eröffnet als Tempo gedrosselte, anmutige Nummer im Stile von "En Vouge". Es folgt "Peace of mind". Neben ihrem sirenenartigen Gesang rappt die Belgierin auch erstmals ihre Lyrics ins Mikrophon. "Nod ya head" ist die Devise. "Raggamuffin" macht seinem Titel alle Ehre und erinnert an alte Nelly Furtado Tage. "Crazy Vibes" ein weiterer Beleg dafür wie vielseitig ihr Gesang funktioniert. Ein Hauch von Retro Sound liegt in der Luft, während sie mit ihrer Stimme die große Bühne eröffnet. "Black party love" auf der vorhergehenden EP noch als reduzierte, atmosphärisch dichtere Ausgabe veröffentlicht, wird nun durch tanzbaren Groove, Bläser und einnehmende Melodien aufgebaut. "Mommy" eine akustisch gehaltene Ballade, die den Fokus noch weiter auf die Sängerin richtet. "Please" (feat. Cee-Lo Green) pendelt irgendwo zwischen hypnotischem Sound und James Bond Soundtrack. Immer wieder eifert sie Vorbildern wie Lauryn Hill oder Erykah Badu nach ohne aber ihre eigene Identität abzugeben. "Selah Sue" funktioniert als Sommerplatte, als Waffe gegen Depressionen (oder dafür), ist gleichermaßen tough und verständnisvoll und bestätigt die besondere Aufmerksamkeit, die derzeit auf die junge Dame gerichtet wird.

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Mittwoch, 15. Juni 2011

Ada - Meine Zarten Pfoten

Unsere Wertung: ****
Meine Zarten Pfoten
Alle sind verzaubert von den verträumten Melodien, die Ada über ihre locker dahinhüpfenden Grooves legt. Mit "Meine Zarten Pfoten" liefert uns Ada ein tolles Sommeralbum mit ganz viel Charme.

"Meine zarten Pfoten" ist das Album, auf das alle seit Jahren gewartet haben. Es ist nach "Blondie", damals via Kompakt veröffentlicht, ihr zweites Album und erscheint auf DJ Kozes angesagtem Pampa Label. Im weitesten Sinne ist es Pop mit Ausflügen in die Genres House, Chanson und Electronic. Ada aka Michaela Dippel hat alle Instrumente selbst eingespielt und die Tracks klingen luftig, leicht und extrem stimmungsvoll. Als Gäste sind u.a. DJ Koze, Luscious Jackson, No Kids und Audision mit von der Partie! "Meine Zarten Pfoten" ist jetzt schon ein heisser Anwärter auf das Sommeralbum des Jahres!

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Freitag, 10. Juni 2011

Lexy & K-Paul - Psycho

Unsere Wertung: ****
Psycho

Ich kann das Album nur jeden empfehlen, der mit Dance-Music etwas am Hut hat. So ein abwechslungsreiches Album habe ich schon lange nicht mehr gehört! Es hat Nivou und Stil. Bravo!
Mehr braucht man dazu eigentlich gar nicht sagen!!!


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