Diese Seite versorgt Euch mit kritischen Kommentaren zu aktuellen CD Neuerscheinungen.
die TuneSpy CD-Reviews

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Donnerstag, 24. Dezember 2009

TuneSpy wünscht ein Frohes Fest

mit dem jetzt bereits vierten jährlichen X-Mas-Song von den Killers.

Wir wünschen Euch ein Frohes und glückliches Fest und bleibt uns treu in 2010

Montag, 21. Dezember 2009

Mudvayne - Mudvayne

Unsere Wertung: ****
Mudvayne

Das Cover wurde von Paul Booth mit einer neuartigen Schwarzlicht Technologie kreiert, so dass die Schriftzüge mit dem blossen Auge nicht zu erkennen sind. Nur mithilfe einer Schwarzlichtlampe können Titel und Tracks erkannt werden.
Ansonsten erscheint das Cover komplett weiss.

Der Deluxe Version liegt eine Schwarzlichtlampe bei.

Aber zur Musik.

Ein Schritt zurück und doch zwei nach vorn oder anders gesagt: Mudvayne bleiben sich treu und erfinden sich doch wieder neu. Was die Vier aus Peoria hier bieten, vereint das Beste aus allen vorherigen Alben. Nach einem Weirdo-Intro a la L.D. 50 hämmert gleich der erste Kracher und heimliche Hit aus den Boxen: Beautiful and Strange. Beim 2.Song "1000 Mile Journey" merkt man, wie sehr diese Band groovt. Hier finden sich beim Refrain Einflüsse von der Platte "The New Game" und auch das Outro ist klasse gemacht. Ich finde vor allem Matt und Gregg, die technisch schon immer weltklasse waren, haben noch einen Schritt nach vorne gemacht! Über Chad und Ryan muss man keine Worte mehr verlieren! "Scream with me" besticht vor allem durch hervorragende Lyrics. "Closer" und "Heard it all before" rocken wie Hölle. Das Ganze gipfelt in dem 3-Minuten-Kracher "I can't wait". Auch der Rest der Scheibe strotzt vor Power, Spielfreude, intelligenten Beats und intensiven Lyrics. Zum Schluss gibt es eine Ballade, die wunderschön ist, aber an Klassiker wie "World so cold" nicht heranreicht.
Ich persönlich finde diese Platte im Vergleich zu der für mich schwächeren "The New Game" einfach Hammer. Die Tendenz, radiotauglicher zu werden, wird hier wieder ad acta gelegt, es geht einfach voll auf die Zwölf! Es gibt Psycho-Spielchen wie auf der L.D. 50, die Schrägheit der "The end of all things to come", die Experimentierfreude von "Lost & Found" und schöne Melodien wie bei "The new Game". Alles in allem gibt diese Platte genau das wieder, was Mudvayne ausmacht, und wofür sie von ihren Fans zurecht geliebt und geschätzt werden! Die Produktion ist gewohnt gut, druckvolle Gitarren, klasse Schlagzeug-Sound und der Bass klingt voller und besser als auf allen bisherigen Platten.

Sonntag, 20. Dezember 2009

Karen O and the Kids - Where the Wild Things Are

Unsere Wertung: *****
Where the Wild Things Are (Wo die Wilden Kerle...)

Man hört und liest ja gar Wunderliches über diesen Film von Spike Jonze und da muß die Frage natürlich lauten: "Kann man eine Platte rezensieren, ohne den Film dazu gesehen zu haben?" Das würde bei "Twilight" oder "Spidersuperbadman" natürlich keiner fragen, weil diese Soundtracks in der Regel als bloße Ansammlungen von alltagstauglichem Songmaterial daherkommen, im besten und seltenen Falle gelingt darüberhinaus eine fesselnde, überraschende Mixtur von Liedern, die ein Stück weit die Idee des Films weiterzuspinnen vermögen - Tarantino, Almodovar, Jarmusch und Wenders sind solche Klangkünstler, die mit gutem Ohr und noch besserem Gespür solche Dinge leisten können. Einen kompletten Film einer Person anheimzulegen kommt sicher nicht so häufig vor und doch scheint die Entscheidung, das Ganze in die Hände von Kravallchanteuse Karen O und Filmveredler Carter Burwell zu geben, nicht die schlechteste gewesen zu sein. Denn wenn man den Kritiken glauben darf - und das Buch hat man schließlich selbst gelesen und geliebt - geht es in diesem Film vordergründig erst einmal um eines: Krach. Und Karen O ist mit ihrer Band Yeah Yeah Yeahs über Jahre hinweg die perfekte Verkörperung von bewegtem Krach, von Lautsein, von Egalsein - die beste Besetzung also für die Wilden Dinger". Und wie sie das zusammen mit den Kindern auf der Platte hinbekommt ist schon anrührend zu hören. "One Two Ready Go!" und ab geht die turbulente Reise - "All Is Love" legt los wie die Feuerwehr und auch "Capsize" und das herrliche "Rumpus" sind bestens gemacht für's kindliche Rempeln, Schubbsen, Quietschen, Kreischen. Dazwischen kleine, feine Miniaturen, zuweilen auch nur instrumental gehalten - bei "Animal" wird einfach nur geschrien, gefaucht und rumort was das Zeug hält. Die größten Momente hat der Soundtrack wohl bei den leisen, den verhaltenen Stücken - die Geschichte vor Augen wird einem ganz warm und schummerig ums Herz, wenn Karen O "Worried Shoes", "Hideaway" oder "Food Is Still Hot" anstimmt - entrückt, zerbrechlich, zärtlich, nicht von dieser Welt. Man muß den Film nicht gesehen haben um zu wissen, dass da ein Tempo in der Hand mit Sicherheit kein Fehler ist. Am Ende: "Sailing Home" - sehnsüchtig, ein wenig enttäuscht und doch weiß ein jeder mehr über die Dinge die es eigentlich nicht geben kann und die doch so wundervoll wertvoll sind. Und nach der halbgaren Diskoplatte vom Sommer ist nun alles vergessen und wieder gut, thumbs up für Karen O!



Lexy - Color Me Music

Unsere Wertung: ****
Color Me Music

Den meisten dürfte der gebürtige Dresdner Alexander Gerlach aka Lexy wohl durch seine Zusammenarbeit mit K-Paul bekannt sein. Er hat aber darüber hinaus noch einige Spuren mehr im Sequenzer, etwa die Electro-Band Die Raketen oder sein DJ-Projekt Moenster. Vielseitigkeit ist Trumpf und hält die Sache am Leben.
Und so fabrizierte Lexy in den letzten Monaten nebenher noch ein Soloalbum mit zwölf charmanten Tracks.
Dem Album die passende Beschreibung zu geben fällt nicht schwer und kann kurz und knackig gehalten werden. Was Lexy hier abgeliefert hat ist schlicht und einfach hypnotisch!!!!

Nur vier Sterne deshalb, weil der Musikgeschmack des Autors nicht unbedingt beim Techno angesiedelt ist.


Freitag, 18. Dezember 2009

Thy Last Era - Vanitas

Super Neu! Super Geil! Super Hart! Tolle Jungs!
Trash Metal vom aller Feisten aus der Oberpfalz!
Top Newcomer. Noch ohne jeglichen Plattenvertrag!
Aber das könnte ja bald vorbei sein.
Called ThyLastEra

QTom und Blank & Jones verwandeln heimische Wohnzimmer in Dancefloors

QTom führt den Elektro/Dance-Channel ein und komplettiert damit den Genre-Bereich. Wieder konnte das erste personalisierbare Musikfernsehen die Elite der Szene für den Launch gewinnen: Zur Premiere präsentiert das DJ- und Produzenten-Team Blank & Jones seine persönlichen Lieblingsvideos.

Nach Einführung der Genrekanäle für Pop, Rock und HipHop/R’n’B Fans launcht QTom nun den nächsten Spartenkanal für Freunde elektronischer Musik. Auch dieses Mal wird das erste personalisierbare Musikfernsehen von Größen der Szene unterstützt: Blank & Jones führen zur Premiere in einem Special durch ihre persönliche Clip-Hitlist. Das DJ- und Produzenten-Team gehört mit 13 Top-50 Singles und sieben Top-50 Alben zur Crème de la Crème der Elektro- & Dance-Szene. Mit diesem außergewöhnlichen Special geht nun der vierte von zunächst zwölf geplanten Spartenkanälen auf allen Net-TV Fernsehern und im Web unter www.qtom.tv on air. 

„Für uns, die mit MTV aufgewachsen sind, dann natürlich auch VIVA miterlebt haben und mittlerweile schon über 25 Musikvideos gedreht haben, ist es sehr spannend zu sehen wie sich das Musikfernsehen heutzutage verändert“, so Jan Pieter Blank von Blank & Jones.

„Mit QTom kann man sich nicht nur einfach überraschen lassen sondern auch selbst interaktiv in das Programm einsteigen und mitsteuern. QTom – einschalten“, ergänzt sein Partner René Runge.

„Für uns war wichtig, dass Künstler die Patenschaft über die Spartenkanäle übernehmen, die nicht nur in ihrem jeweiligen Bereich musikalisch herausragend sind, sondern auch einen Beitrag zur Entwicklung des Mediums „Musikvideo“ leisten“, begründet Oliver Koch, einer der beiden Gründer des Musiksenders, die Zusammenarbeit. „Mit Blank & Jones haben wir einen Volltreffer gelandet“.

„Mit den Rock, Pop, HipHop & R’n’B Kanälen und nun dem Launch des Elektro/Dance -Channels bieten wir Fans und Künstlern dieser musikalischen Strömungen ein zeitgemäßes Forum. Die begeisterte Reaktion der Community auf die Einführung der Genre-Kanäle bestätigt, dass Personalisierung der Schlüssel zur Erneuerung des Musikfernsehens ist“, zieht QTom Mitgeschäftsführer Tobias Fröhlich als Fazit.

 Durch unerwartete Kooperationen mit Robert Smith (The Cure), Anne Clark und Sarah McLachlan, haben Blank & Jones auch weit über den Dance-Bereich hinaus Fans gefunden. Ungewöhnlich für Künstler dieses Genres ist zudem der hohe künstlerische Anspruch ihrer Videos: Das Duo arbeitete u.a. mit Topmodel Estella Warren, Schauspieler Til Schweiger und Nadine Warmuth zusammen.

Ende Oktober präsentierten die Fantastischen Vier einer begeisterten Musik Community den neu gelaunchten Pop-Channel und führten mit exklusivem Material durch 20 Jahre Bandgeschichte. Nur wenige Wochen später übernahm Urgestein Kool Savas die Patenschaft über den HipHop & R’n’B-Kanal. Bela B führte zur Einführung des Rock-Channels durch sein persönliches Universum und präsentierte exklusiv auf QTom eine Alternativversion seines aktuellen Videos. Gleichzeitig ließen es die Punkrocker Billy Talent auf einem eigens eingerichteten Special richtig krachen. Mit Einführung des Dance- & Elektro-Kanals kann der Zuschauer nun endlich auch innerhalb dieses Genres das Programm über drei einfache Drehregler seinem individuellen Geschmack anpassen.

Über QTom – your music rules!

QTom bietet dem Zuschauer die Möglichkeit, selbst ganz einfach in das Musikprogramm einzugreifen und es über Drehregler dem eigenen Geschmack anzupassen. Die Inhalte werden von den Musiklabels geliefert und in hoher Audio- und Videoqualität via Stream im IPTV-Fernsehen oder im Webbrowser ausgestrahlt. Das Konzept von QTom sieht Werbevermarktung vor und ist für den Zuschauer kostenlos. Durch eine zielgenaue Erfüllung individueller Musikwünsche ermöglicht QTom der Werbewirtschaft eine treffsichere Bedienung vordefinierter Zielgruppen. Ein werbefreies Premiummodell ist in Planung.
www.qtom.tv


Freitag, 11. Dezember 2009

Alicia Keys - The Element of Freedom

Unsere Wertung: ****
The Element of Freedom

Da ist es nun also, dass 4. Studio Album von Miss Keys...
2 Jahre sind seit ihrem Meisterwerk "As I Am" vergangen und Alicia probiert sich wieder mal an einem neuen Sound.
Während auf "Songs In A Minor" noch eher Motown Elemente zum Einsatz kamen, versuchtete sie sich bei ihrem "Diary" am 70er Soul und "As I Am" klang schon ein wenig mehr nach Pop und Rock mit mehr Gitarren Klänge.
Dieses Mal versucht sich Alicia an einem 80er R&B Sound, wandelt dabei auf den Spuren von Prince. Aber eines hat sich noch nie geändert: DAS ALBUM KLINGT NACH ALICIA KEYS, soll heißen, dass sie trotz anderem Sound es immer wieder schafft der Musik ihre eigene Note zu verpassen.
Das liegt wohl daran dass diese Ausnahmekünstlerin an jedem Prozess des Albums beteiligt ist: song schreiben,produzieren,komponieren,arrangieren, klavier spielen etc.

Wer ein Album wie "Doesn't Mean Anything erwartet, liegt falsch. Orientieren sollte man sich eher an der 2. Single "Try Sleeping With A Broken Heart", die "The Element Of Freedom" bestens repräsentieren kann.

Man muss dem Album jedoch eine Chance geben, nicht viele Songs gehen sofort ins Ohr. Aber sind das nicht die besten Alben, die sich nicht sofort abnutzen?

Highlights: LOVE IS BLIND, UN-THINKABLE, LIKE THE SEA, TRY SLEEPING WITH A BROKEN HEART.

"Doesn't Mean Anything" passt nicht gut aufs Album und hätte sich auf "AS I Am" wesentlich besser gemacht. und das Duett mit Beyoncé ist auch nur mittelmäßig und passt weder vom Text noch vom Tempo oder der Stimmung zum eher düsteren "The Element Of Freedom"....

25 Millionen verkaufte Alben und 12 Grammys in 9 Jahren sprechen eine deutliche Sprache: Alicia Keys ist so ziemlich die erfolgreichste R&B Künstlerin des Jahrzehnts und auch mit "The Element Of Freedom" wird sie ihren Weg weiter fortsetzen.

Montag, 7. Dezember 2009

Norah Jones - The Fall

Unsere Wertung: ***
The Fall

Dieses Album ist nicht vergleichbar mit den Vorgängern. Im Prinzip finde ich es gut, dass Frau Jones etwas anderes machen wollte, nur der Weg ist m.E. der Falsche. Auf the Fall werden verstärkt E-Gitarren eingesetzt, leider sehr verzerrt, für meinen Geschmack wurde auch zuviel mit Elektronik experimentiert.

The Fall ist weder Fish noch Chips. Eher biederer Mainstream.

Außer, das schnelle und textlastige "It's Gonna Be" ist ein echtes Juwel!

Samstag, 5. Dezember 2009

Seasick Steve - Man from Another Time

Unsere Wertung: ****
Man from Another Time

Genau so muss wohl der Stoff sein, aus dem die Musiker Mythen gestrickt werden..., Seasick Steve, eigentlich Steve Wold,(bekam seinen Spitznamen auf der Überfahrt mit der Fähre zur norwegischen Heimat seiner Frau, als er die "Fische" fütterte..)und wo andere schon mit Anfang 60 an den Vorruhestand denken und sich Bepflanzungspläne auf dem PC für die Beetbelegung der Schreberanlage drucken, startet Seasick Steve richtig durch, nachdem er sich jahrelang herumtrieb, im Gefängnis saß und beinahe auch noch einem Herzinfarkt erlag.(Sein erstes Album nahm er 2004 auf).Optisch einfach gestrickt, mit Latzhose und Vollbart(genau so der Typ ,der auf eine vakante Stelle bei ZZ Top wartet). Man erwartet eigentlich jeden Moment das einer der Waltons gleich um die Ecke schaut..)spielt er auf einer Gitarre, die ihre besten Zeiten hinter sich hat, und Rory Gallaghers Strat dagegen als neuwertig gilt. Aber das macht wohl den Reiz der Sache aus. Er ist der klassische Geschichtenerzähler( die Musik ist nur Mittel zum Zweck und ihm reichen auch meist drei Akkorde aus), seine autobiografischen Storys als Streuner und Hobo in kauzig schnoddriger James McMurtry Manier zu erzählen, die Geschichten von davongelaufenen Frauen, Naturkatastrophen,aber auch Alltagsgeschichten, die ihm wichtig sind, verarbeitet Steve in seinen Texten)Man sieht mit seinem geistigen Auge die endlosen Weizenfelder, den behäbig fließenden Mississippi, die schier endlosen Güterzüge,die das Land durchschneiden .Und der Plattentitel scheint Programm zu sein, passen seine teils selbstgebauten Instrumente eigentlich garnicht in die MP3 und digitalgeschwängerte Musikwelten hinein, aber genau das macht den Reiz seiner Musik wohl aus.Back to the Roots ist bei Steve keine Phrase und so skelettierte er die Songs auf ein Minimum und spielt z.b auf einem Didley -Bo, einem Holzstab mit einer aufgespannten Saite, zupft auf einer dreisaitigen Gitarre, bei der eine Zigarrenkiste als Resonanzkörper dient. Seasick Steve nahm sein Album in Eigenregie auf,produzierte und schrieb ebenso alle Songs selbst. Dan Magnusson an Drums und Percussion gibt den Songs wie bei
"Diddley Bo" und "Seasick Boogie" den nötigen Anschub."The Banjo Song" kommt nur mit Fingerpicking Banjo aus,bei "Man from another Time" oder auch "That`s all" ist eleganter Footstomping Blues angesagt. "Big Green and Yeller" oder "Happy(to Have a Job")(und Dan Magnusson an den Percussion) vermitteln spielfreudigen, authentischen Delta Blues. Schickt den Kerl auf Tournee...los!

A Place to Bury Strangers - Exploding Head

Unsere Wertung: *****
Exploding Head

Das Beste kommt zum Schluss!

Dies ist wohl das treffenste Schlagwort für dieses Ding. Das Jahr geht zu Ende und wir werden noch mit einem
der besten Alternative Scheiben 2009 beglückt.

Hier steckt Bedingunslosigkeit, sowie Leidenschaft drin und einige Stücke haben sogar Potential zu Underground Hits (oder wie man sowas heute nennen möchte).

Atempausen Fehlanzeige.

Dass pure Lautstärke aber durchaus auch Poesie sein kann, haben sie schon mit ihrem selbstbetitelten Debüt 2007 unter Beweis gestellt, und auch auf dem neuen Album gibt es zum Krach immer auch die zauberhafte Melodie, den tonnenschwer rollenden Bass und den hallenden Offgesang. Manches kommt sogar mit leicht gebremstem Beat aus, "Keep Slipping Away" zum Beispiel ist deutlich zurückgenommen - und wird natürlich gleich im Anschluß von "Ego Death" ohne jede Rücksicht "brutalstmöglich" (Roland K.) niedergemäht. Aus der Reihe fällt auch "Smile When You Smile", das bei aller Härte Shoegazing und Gothic zusammenzwingt und dabei fast beschwingt wirkt. Vorher und nachher wunderbare Rückkopplungsorgien, immer am Limit, mal besser ("In Your Heart" und "Dead Beat"), mal nicht ganz so gelungen ("Everything Always Goes Wrong") und dann klingen sie, man möchte es nicht glauben, fast wie eine überzüchtete Variante von The Cure ("Exploding Head"). Und mit dem fulminanten Abschlußsong liefern sie schon mal einen möglichen Bandnamen für kommende Nacheiferer "I Lived My Life To Stand In The Shadow Of Your Heart". Klar ist jedenfalls: Wer diese Platte leise anhört, der hat sie nicht verstanden. Zaghafte Gemüter sollten sich deshalb schon vor dem Druck auf die Play"-Taste bei Wikipedia unter dem Stichwort "tinnitus aurium" informieren, denn das dort so schön umschriebene Klingeln in den Ohren" werden sie nach Ende der gut vierzig Minuten noch näher kennenlernen dürfen.