Diese Seite versorgt Euch mit kritischen Kommentaren zu aktuellen CD Neuerscheinungen.
die TuneSpy CD-Reviews

Amazon.de MP3-Downloads


Freitag, 7. Dezember 2007

Jackson Analogue - And Then, Nothing ****



Die Rock-Band Jackson Analogue stammt von der Südküste Englands gelegenen Isle Of Wight. Das Quintett präsentiert rauen und grundehrlichen Rock’n’Roll mit viel Herzblut und Liebe zum Detail. Ihr Motto lautet: “Music is about passion, not fashion. And the right song counts for more than the right hair cut.“ Die musikalischen Einflüsse reichen von Blues-Rock Bands wie Muddy Waters, Lynyrd Skynyrd und Credence Clearwater Revival über The Who und Led Zeppelin bis hin zum 60er Jahre R&B-Sound von Labels wie Stax, Chess oder King. Dies gepaart mit einer Portion 90er Jahre Grunge bildet die musikalische Schnittmenge der Band. Viele Kritiker vergleichen Jackson Analogue auch mit Bands wie Kings Of Leon, Queens Of The Stone Age oder At The Drive-In.

Jackson Analogue wurde im Sommer 2004 von den Brüdern Jim und Rob Homes aus den “Überresten“ lokaler Bands gegründet. Das insgesamt elf Stücke umfassende Album entstand in Zusammenarbeit zwischen Jackson Analogue und dem Produzenten Head (PJ Harvey, Massive Attack). Neben ruhigen Akustik-Balladen beinhaltet das Album verschwitzte Rock-Songs und energiegeladene Songs. Schlichtweg atemberaubend.

CD kaufen

Powered by ScribeFire.

Wu-Tang Clan - 8 Diagrams ****



Es herrscht eine merkwürdige Führungslosigkeit wie noch nie im HipHop, sei er nun im Mainstream oder Underground verwurzelt. Hier und da erscheint mal ein gutes Album, aber die großen Innovationen blieben lange aus. Ihren Teil zur Hausse des Rap hat der Wu-Tang Clan auf allen Ebenen wie Bekleidungsfirma oder Produktionstechnik geleistet. Da kann niemand erwarten, dass der vielköpfige Tollhaufen aus Staten Island / New York sich wieder an die Spitze eines Genres setzt, dessen Geschicke er insbesondere Mitte der Neunziger voller Elan mitbestimmte. Trotzdem ist 8 Diagrams ein gutes, sogar ein sehr gutes Album geworden, und dass unter erschwerten Umständen. So kirre Ol' Dirty Bastard auch gewesen sein mag, als MC war der im November 2004 verstorbene Derwisch ein Genie. Ein bisschen mehr vielleicht noch, als all die anderen, die sich nun unter der Leitung von RZA zusammen fanden: Methodman, Inspectah Deck, Ghostface Killah, Masta Killa, U-God, Raekwon und natürlich GZA. Einst ausgezogen, ein Imperium zu gründen, um dann mehr und weniger geprügelt - besonders, wenn RZA nicht für die Produktion zuständig war - in die Kammern des Clan zurückzukehren. Am Ende saßen da ein Haufen Freunde mit Einzelinteressen, die jeder mit einem eigenen Manager vertreten ließ. Kein Wunder, dass trotz einiger herausragender Solowerken der Wu-Tang unter der Regentschaft von RZA immer größer war, als seine einzelnen Teile.

Fast auf den Tag genau zeigt sich die Gruppe nun sechs Jahre nach Iron Flag in allerbester Verfassung. Unter Mithilfe von Gästen wie Cappadonna, Mathematics, Stone Mecca, Sound Guild, Bassist Shavo Odadjian von System of a Down, George Clinton, Dhani Harrison (der Sohn von George Harrison), Erykah Badu und John Frusciante ist ein vielschichtiges, musikalisch sehr breit gefächertes Werk der hohen Reimkunst entstanden. 8 Diagrams, benannt nach dem Martial Arts Film Eight Diagram Cudgel Fighter, überrascht gar mit einem eigenwilligen Cover eines Beatles-Songs, der in „The Heart Gently Weeps“ umbenannt wurde oder harten Rock-Gitarren in „Unpredictable“. Zwischen all den Kung-Fu-Soundschnippseln, soundtrackartigen Klängen, düsteren Sounds, den pumpenden Beats, fantastischen Tracks wie dem dramatischen „Wolves“ oder der Hommage an ODB in „Life Changes“ macht sich eine vom Clan so nie gehörte Abgeklärtheit und Gelassenheit breit Viele der Stücke rumpeln weniger und rollen mehr, auch wenn „16th Chamber“ da eine Ausnahme bildet. Kein Wunder, handelt es sich doch um Archivmaterial von 1992 mit ODB am Mikrophon. Schöne Geste.

CD kaufen

Powered by ScribeFire.

Bloodsimple - Red Harvest ***



Es hat ja nun einige Zeit gedauert bis die neue Scheibe von Bloodsimple auch bei uns erhältlich ist.
Insgesamt um einiges mehr Dampf als das erste Album bietet das neue Album Red Harvest. Dabei driftet es aber nie ganz in unnötige, krampfhafte Härte ab, bleibt immer nachvollziehbar. Vom Stil her anders, aber dennoch Bloodsimple. Schade finde ich persönlich, dass keine Mid-Tempo Nummern im Stil von The Leaving Song oder Flatlined zu finden sind. Nur Truth (Supertitel!) und Ride With Me sind "ruhiger". Kann aber für mich nicht ganz an Cruel World, den Vorgänger, anschließen. Dennoch Spitzenleistung, vor allem Tim Williams am Mikro! Die Jungs wollten hier wohl nur mal ordentlich abrocken.
Anspieltips: Das super groovende Dead Man Walking und der Brecher Dark Helmet.


CD kaufen

Powered by ScribeFire.

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Hard-Fi - Once Upon a Time in the West ****

Gehörte 2007 wohl auch zu den stärksten Veröffentlichungen.



Wieder ein gelbes Cover und auch der Schriftzug hat sich nicht wirklich geändert! Null Innovation! Scheint so, stimmt aber eigentlich nicht! "Once upon a time in the west" heißt der zweite Longplayer der außerordentlich erfolgreichen britischen Rocker von Hard-Fi! Nach dem grandiosen Vorgänger "Stars of the CCTV", welches sich vor allem die sinnlose Kameraüberwachung in englischen Städten zum Thema genommen hat, werfen Fronter Richard Archer nun ein weiteres Mal alles in die Waagschale und bieten uns erneut fröhlichen Rock, der eigentlich in gar kein Genre richtig einordenbar ist!

Hier wird eigentlich so alles vermischt, was es auf dem Markt so gibt! Da dominieren die Pop-Refrains, während die Gitarren braten und auch der manchmal an die guten, alten Queen erinnernde Bombast blitzt hie und da auf (vor allem in "I shall overcome"). Auch wenn Innovation im Hause Hard-Fi nicht unbedingt groß geschrieben wird, wird dem Fan auf "Once upon a time in the west" auf alle Fälle eines geboten: Abwechslung!!!

Das Album schwenkt hin und her zwischen eingängigen und groovenden Rockern, wie die Single "Suburban knights", tiefgründigen Balladen ("Tonight") und wiederum einfach schwerelose Pop-Songs, die für das Autoradio perfekt geschaffen sind ("Help me please")!

Hier ist einfach alles enthalten und trotzdem kann der rote Faden auf dieser Scheibe aufrecht erhalten werden, d.h. dass es trotz allem kein undurchschaubares Durcheinander geworden ist! Natürlich kann ich den Vorwurf von einigen Fans verstehen, der sich vor allem auf die Ähnlichkeiten zum ersten Album bezieht! Es stimmt, dass sich nicht viel getan hat, doch trotzdem bin ich positiv überrascht, dass Hard-Fi in der Lage waren, nach ihrem weltweit erfolgreichen Debut-Album eine solch überzeugende Scheibe einzuspielen!!!

Das Cover-Artwork ist zwar lustig und zieht zweifelsohne die Aufmerksamkeit auf sich und ist eigentlich als Protest auf die Internet-Piraterie gemeint, doch irgendwie kommt das nicht so überzeugend rüber, wie es sich Archer und Co. vielleicht vorgestellt hatten! Das nächste Mal vielleicht...??

CD kaufen



Powered by ScribeFire.

The Shins - Wincing the Night Away *****

Da sich unser schönes Jahr langsam zu ihren Ende neigt, wird es Zeit, einige Alben vorzustellen, welche hier bei TonSpion
nicht besprochen werden konnten, weil die Seite noch nicht bestand.

Ein Highlight 2007 war ohne jeden Zweifel: The Shins - Wincing the Night Away



Wer mal wirklich das Glück haben sollte, und sich das restliche Leben gemütlich auf einer Insel leisten kann, aber dennoch nur drei Dinge mitnehmen kann, dann sollte sich der Glückspilz überlegen, diese CD unbedingt mitzunehmen...natürlich...rein hypothetisch.
Aber hier das Warum. Nun, die Shins zeigen uns mit ihrem dritten Werk, wie einfach aber zugleich auch schön IndieMusik sein kann...Es braucht nicht viel, aber davon haben diese Herren genug. Alles was man nur noch braucht ist schönes Wetter und eine Hängematte, denn diese CD tut ihr übriges. Angenehme und eingängie Melodien zu schönen Texten, die dafür sorgen kann, dass man sofort in schönen Erinnerungen schwelgt. Was will man mehr?

Die Instrumente klingen überirdisch, die Stimme des Sängers will sich nicht aufdrängen, will nur erzählen. Erst nach und nach erschließen sich die Texte, eine Erfrischung zu den gewöhnlichen Bla-Bla der Mehrzahl anderer Künstler. "Australia" und "Phantom Limb" sind die ersten Lieder, die sich ins Ohr legen und immer und immer wieder gehört werden wollen, die Rest der Lieder wartet brav auf seine Entdeckung, keines tanzt aus der Reihe. Wie man so schön sagt: Das Album "fließt" und genau das ist The Shins "Wincing Away The Night": Ein Fluss zum Träumen, Nachdenken und kreativ sein.

CD kaufen



Powered by ScribeFire.

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Leo Can Dive - Leo Can Dive ****



LCD mischt alles was angesagt ist mächtig auf. Du denkst, he wo bin ich hier? Ist das ein Popsong? Nö - Doch nicht. LCD geht gleich ins Blut, in die Birne. "I'm bored" Mazze schreit sich die Seele aus dem Leib. Wer hat das noch nicht erlebt "You kill my mind" Whow! Musik und Interpretation: das passt. Dann wieder "Hear me calling" absoluter Anspieltipp. Läuft ab wie ein Film aus Musik. "Emo girl" hakt sich im Gehörgang fest."You're stereo" geht da die Reise hin? Dann haben wir noch viel zu erwarten. Fazit: Chapeau vor den Duisburgern - Absolute good Vibrations. Can't get enough!

CD kaufen



Powered by ScribeFire.

Mattafix - Rhythm & Hymns ***



Wenn Popstars die Welt verbessern wollen, rollen sich bei den meisten Menschen die Fußnägel hoch. Und eine Band, die zum Videodreh in ein Flüchtlingslager im Tschad fliegt, macht erst recht skeptisch. Musikalisch immerhin sind Mattafix aber über jeden Verdacht erhaben. Viel breiter als beim Debüt "Signs of a Struggle" fächern sie ihren Sound. Schwermütiger Brithop, Ethnopop, Reggae und Soul schaffen ein Spannungsfeld, in das Marlon Roudette und Preetesh Hirji ihren global bewegten Pop einbetten. Und sollten sie ihr politisches Ziel verfehlen, werden sie mit "Rhythms & Hymns" zumindest das Leben vieler Radiohörer verbessern - denn ihren Charthit "Big City Life" toppen sie mit den neuen Liedern mehr als einmal.

Warum jetzt nur 3 Sterne?

Marlon Roudettes Stimme: Geschmacksache. Mir ist sie einfach eine Spur zu hoch. Wem's gefällt, bitte schön.
Ausserdem, die doch recht dürre textliche Ausgestaltung bildet in meinen Augen einen weiteren Kritikpunkt.

CD kaufen



Powered by ScribeFire.

Dienstag, 4. Dezember 2007

The Rolling Stones - Rolled Gold+ ****



Wenn ich mich recht erinnere gab es mal diese Zusammenstellung auf 2 Vinylscheiben als Doppelalbum.
Die Songauswahl ist hervorragend, die Spielzeit ist es auch und da es sich um die remasterten Aufnahmen handelt kann man diese "Best of" wirklich empfehlen. Zu den einzelnen Songs könnte man ganze Aufsätze schreiben (muß man aber nicht) und von daher empfiehlt sich dieser Sampler für Hörer, die halt nicht alle Alben der Stones brauchen. Hier sind die Klassiker der "Decca" - Jahre allesammt vertreten und auch wenn es schon viele "Best of" CD's von den Stones gibt.

Wunderbar für Einsteiger in die Stones-Materie und ein Trip für Nostalgiker, die wie ich die Schaffenperiode der 60er- und 70er-Jahre für die facettenreichste der Steine halten.

CD kaufen

Powered by ScribeFire.

Die Türen - Popo ****



Sie machen Spaß, sind aber alles andere als eine Spaßband. Wenn Die Türen zum dritten Mal mit intelligenten Wortspielen und Textmontagen erfreuen, geht es vor allem um die gar nicht so lustige Lebenssituation all der intelligenten Habenichtse um die 30. "Pause machen geht nicht, sonst bist du arbeitslos und pleite", heißt es gleich im Opener. Später folgt immerhin ein schwacher Trost: "Sei nicht traurig, man kann einem nackten Mann nicht in die Taschen greifen." Die Welt ist schlecht, doch am Abgrund spackt es sich ganz gut. Schließlich war es schon immer ihr größtes Verdienst, diskreditierte Genres als hip umzudefinieren: Schlager, Easy-Listening, Ska, Blues, Rockballade. Alles in allem bleibt ein deutschsprachiges Soulalbum, wie man es seit der letzten Superpunk nicht mehr hören konnte. Und selbst ein so peinlicher Albumtitel wie "Popo" ist plötzlich unglaublich cool.

CD kaufen

Powered by ScribeFire.

Montag, 3. Dezember 2007

Jorn - The Duke ****



Als ich zum erstenmal davon hörte das Jorn Lande wieder auf Solopfaden wandert, war ich zuerst skeptisch. Ohne Masterplan, wird das gutgehen????
Keine Angst, es kann!!
Das norwegische Ausnahmetalent meistert auch, mit The Duke, eine Hürde die für andere Sänger unmöglich scheint.
Ein absoluter Ohrengenuß, denn Jorn fügt sich auch diesmal wieder Bestimmung: Sänger zu sein!!
Er beweist, das auch Sänger, die nicht bis an die schmerzgrenze der Ohren gehen, überzeugen können.
Auch die musikalische Kompontente Lande/Lufstad weiß zu begeistern.
Dennoch hoffe ich auf ein baldiges Lebenszeichen von Masterplan!
Mein Tipp. Nur ganz kurz reinhören, und Kaufen

CD kaufen

Powered by ScribeFire.