SCHWERVON! aka MAJOR MATT MASON (Gitarre) und NAN TURNER (Schlagzeug) sind sowohl auf der Bühne als auch im Alltag ein Paar und in der Lower East Side von NYC zuhause. Ursprünglich in der dortigen Antifolk-Szene verwurzelt, veröffentlichte das Duo international bislang vier Alben, darunter das 2003 auf SHOESHINE RECORDS erschienene "Quick Frozen Small Yellow Cracker", mit dem die Beiden in Europa erstmals auf sich aufmerksam machten. Die veränderte stilistische Ausrichtung, die sich bereits auf "I Dream Of Teeth" (2007) andeutete, perfektionieren SCHWERVON! mit ihrem jetzt auf SITZER RECORDS erscheinenden neuen Album. "Lowblow" markiert endgültig die Abkehr vom Antifolk der frühen Jahre hin zum frisch unverbrauchten, hymnischen Rock'n'Roll-Blues-Trash- Pop. Stets dem musikalischen Detail verpflichtet, zählt bei SCHWERVON! eine tolle Melodie weit mehr als der pure Noise und erinnert dabei stilistisch an Bands wie WHITE STRIPES, MOLDY PEACHES oder die PIXIES.
Diese Seite versorgt Euch mit kritischen Kommentaren zu aktuellen CD Neuerscheinungen.
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Freitag, 3. April 2009
Schwervon! - Low Blow
Unsere Wertung: ****

SCHWERVON! aka MAJOR MATT MASON (Gitarre) und NAN TURNER (Schlagzeug) sind sowohl auf der Bühne als auch im Alltag ein Paar und in der Lower East Side von NYC zuhause. Ursprünglich in der dortigen Antifolk-Szene verwurzelt, veröffentlichte das Duo international bislang vier Alben, darunter das 2003 auf SHOESHINE RECORDS erschienene "Quick Frozen Small Yellow Cracker", mit dem die Beiden in Europa erstmals auf sich aufmerksam machten. Die veränderte stilistische Ausrichtung, die sich bereits auf "I Dream Of Teeth" (2007) andeutete, perfektionieren SCHWERVON! mit ihrem jetzt auf SITZER RECORDS erscheinenden neuen Album. "Lowblow" markiert endgültig die Abkehr vom Antifolk der frühen Jahre hin zum frisch unverbrauchten, hymnischen Rock'n'Roll-Blues-Trash- Pop. Stets dem musikalischen Detail verpflichtet, zählt bei SCHWERVON! eine tolle Melodie weit mehr als der pure Noise und erinnert dabei stilistisch an Bands wie WHITE STRIPES, MOLDY PEACHES oder die PIXIES.
SCHWERVON! aka MAJOR MATT MASON (Gitarre) und NAN TURNER (Schlagzeug) sind sowohl auf der Bühne als auch im Alltag ein Paar und in der Lower East Side von NYC zuhause. Ursprünglich in der dortigen Antifolk-Szene verwurzelt, veröffentlichte das Duo international bislang vier Alben, darunter das 2003 auf SHOESHINE RECORDS erschienene "Quick Frozen Small Yellow Cracker", mit dem die Beiden in Europa erstmals auf sich aufmerksam machten. Die veränderte stilistische Ausrichtung, die sich bereits auf "I Dream Of Teeth" (2007) andeutete, perfektionieren SCHWERVON! mit ihrem jetzt auf SITZER RECORDS erscheinenden neuen Album. "Lowblow" markiert endgültig die Abkehr vom Antifolk der frühen Jahre hin zum frisch unverbrauchten, hymnischen Rock'n'Roll-Blues-Trash- Pop. Stets dem musikalischen Detail verpflichtet, zählt bei SCHWERVON! eine tolle Melodie weit mehr als der pure Noise und erinnert dabei stilistisch an Bands wie WHITE STRIPES, MOLDY PEACHES oder die PIXIES.
Donnerstag, 2. April 2009
The Decemberists - The Hazards of Love
Unsere Wertung: *****

Da sind sie also schon wieder. 2 Jahre nach ihrem gewaltigen "The Crane Wife", welches schon zeigte, dass Colin Meloy und seine Band gerne Geschichten erzählen. Die Jungs und Mädels wollen keine dümmliche Aneinanderreihung von irgendwelchen Singles. In ihrem neuen Album - einem Konzeptalbum par excellence - "The Hazards Of Love" erzählen die Mädels und die Jungs diesmal ohne Unterlass von Margaret, ihrem Helden und Makker William und dem Nebenbuhler Rake und der bösen Waldkönigin.
Zugegeben es ist mein erstes Album dieser Art, und ich tat mich schwer Höhepunkte auszumachen - aber ebenso schwer Tiefpunkte zu finden. Ich musste es sehr oft hören bis ich merkte: Das Teil ist schlichtweg genial. Es ist wie eine Oper nur weitaus poppiger, ehrlicher und moderner. Mein absolutes Highlight ist "The Wanting Comes in Waves / Repaid" in welchem William und die Queen abwechselnd singen - es schaukelt sich so hoch bis es sich im fantastischen, von einer pefekt inszenierten zweiten Stimme umgebenen, "Refrain"(sowas gibts egtl. gar nicht)von Meloy(William) entlädt. Einfach toll.
In diversen Passagen scheinen die Dezemberisten sogar Anspielungen auf ihr "Picaresque" zu machen, so singen William und Margaret öfters von ihrer "Own true Love". Es passt alles zu 100%. Lediglich vom Artwork und dem Booklet hätte ich mir mehr erwartet. Das ist nicht so pompös wie die Platte, aber wer dem gesungenen Englisch nicht so mächtig ist, kann dort wenigstens alles nachlesen und sich ein Bild von Margaret und Co. machen.
Kaufen, Kaufen, Kaufen - Aber das muss ich wohl keinem sagen, der "The Decemberists"-Fan ist ;)

Da sind sie also schon wieder. 2 Jahre nach ihrem gewaltigen "The Crane Wife", welches schon zeigte, dass Colin Meloy und seine Band gerne Geschichten erzählen. Die Jungs und Mädels wollen keine dümmliche Aneinanderreihung von irgendwelchen Singles. In ihrem neuen Album - einem Konzeptalbum par excellence - "The Hazards Of Love" erzählen die Mädels und die Jungs diesmal ohne Unterlass von Margaret, ihrem Helden und Makker William und dem Nebenbuhler Rake und der bösen Waldkönigin.
Zugegeben es ist mein erstes Album dieser Art, und ich tat mich schwer Höhepunkte auszumachen - aber ebenso schwer Tiefpunkte zu finden. Ich musste es sehr oft hören bis ich merkte: Das Teil ist schlichtweg genial. Es ist wie eine Oper nur weitaus poppiger, ehrlicher und moderner. Mein absolutes Highlight ist "The Wanting Comes in Waves / Repaid" in welchem William und die Queen abwechselnd singen - es schaukelt sich so hoch bis es sich im fantastischen, von einer pefekt inszenierten zweiten Stimme umgebenen, "Refrain"(sowas gibts egtl. gar nicht)von Meloy(William) entlädt. Einfach toll.
In diversen Passagen scheinen die Dezemberisten sogar Anspielungen auf ihr "Picaresque" zu machen, so singen William und Margaret öfters von ihrer "Own true Love". Es passt alles zu 100%. Lediglich vom Artwork und dem Booklet hätte ich mir mehr erwartet. Das ist nicht so pompös wie die Platte, aber wer dem gesungenen Englisch nicht so mächtig ist, kann dort wenigstens alles nachlesen und sich ein Bild von Margaret und Co. machen.
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Mittwoch, 1. April 2009
Fever Ray - Fever Ray
Unsere Wertung: ****

Fever Ray heißt das Solo-Projekt von Karin Dreijer Andersson, die eine Hälfte des Electro-Indie-Duos The Knife. Deren Ansatz, gegen alles Organische in ihrer Musik vorzugehen und auf synthetische Klänge zu setzen, verfolgt die Schwedin auf ihrem bemerkenswerten Debüt Fever Ray nicht mehr so resolut. Ohne ihren auch als DJ durch die Clubs reisenden Bruder Olof Dreijer dringt die Mutter aus Stockholm mit Gitarre und Congas in neue Regionen vor. Dort klingt alles etwas intimer, doch die Atmosphäre bleibt düster, unterkühlt, unnahbar und doch schön. Während die mit dem schwedischen Musikpreis Grammis ausgezeichneten Verkleidungsfetischisten The Knife das weite Feld digitaler Sounds ausleuchten, konzentriert sich Karin Dreijer Andersson auf die Fusion zweier Bereiche: mysteriöse elektronische Klänge und karibische Elemente. Das Interessante daran ist, wie sehr es Fever Ray vermeidet, ihre nordische Herkunft zu verleugnen und die Wärme der westlichen Tropen einzuströmen zu lassen. Anderseits legt sie auch keinen Eispanzer über die Karibik. Es gibt unzählige Momente diese aufregenden Albums, da erinnert Fever Ray an Meisterwerke wie The Surgeon of the Nightsky Restores Dead Things by the Power of Sounds des Fusion-Meisters Jon Hassell oder auch die Weltmusikeinflüsse bei Siouxsie & The Banshees. Ein seltsames, rätselhaftes Werk liegt hier vor, dass sich auf nach mehrfachen Hörexkursionen nicht so einfach entdecken lässt.
Die beiden Singles 'If I Had A Heart' und 'When I Grow Up' sind die Starter des Albums und bereits Highlights,
auch die dazugehörigen Videos sind Meisterwerke.
Weitere Anspieltipps sind 'Dry And Dusty', das melancholische 'Seven', das wohl dunkelste 'Concrete Walls', die Ballade 'Keep The Streets Empty' und 'Coconut', der ein tolles atmosphärisches Ende des Albums bildet.
Ich höre das Album meistens am Abend. Ich empfehle dazu passende Kopfhörer, um den vollen Klang des Albums zu genießen.
Unbedingt reinhören, die Perle darf man nicht verpassen.
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Fever Ray heißt das Solo-Projekt von Karin Dreijer Andersson, die eine Hälfte des Electro-Indie-Duos The Knife. Deren Ansatz, gegen alles Organische in ihrer Musik vorzugehen und auf synthetische Klänge zu setzen, verfolgt die Schwedin auf ihrem bemerkenswerten Debüt Fever Ray nicht mehr so resolut. Ohne ihren auch als DJ durch die Clubs reisenden Bruder Olof Dreijer dringt die Mutter aus Stockholm mit Gitarre und Congas in neue Regionen vor. Dort klingt alles etwas intimer, doch die Atmosphäre bleibt düster, unterkühlt, unnahbar und doch schön. Während die mit dem schwedischen Musikpreis Grammis ausgezeichneten Verkleidungsfetischisten The Knife das weite Feld digitaler Sounds ausleuchten, konzentriert sich Karin Dreijer Andersson auf die Fusion zweier Bereiche: mysteriöse elektronische Klänge und karibische Elemente. Das Interessante daran ist, wie sehr es Fever Ray vermeidet, ihre nordische Herkunft zu verleugnen und die Wärme der westlichen Tropen einzuströmen zu lassen. Anderseits legt sie auch keinen Eispanzer über die Karibik. Es gibt unzählige Momente diese aufregenden Albums, da erinnert Fever Ray an Meisterwerke wie The Surgeon of the Nightsky Restores Dead Things by the Power of Sounds des Fusion-Meisters Jon Hassell oder auch die Weltmusikeinflüsse bei Siouxsie & The Banshees. Ein seltsames, rätselhaftes Werk liegt hier vor, dass sich auf nach mehrfachen Hörexkursionen nicht so einfach entdecken lässt.
Die beiden Singles 'If I Had A Heart' und 'When I Grow Up' sind die Starter des Albums und bereits Highlights,
auch die dazugehörigen Videos sind Meisterwerke.
Weitere Anspieltipps sind 'Dry And Dusty', das melancholische 'Seven', das wohl dunkelste 'Concrete Walls', die Ballade 'Keep The Streets Empty' und 'Coconut', der ein tolles atmosphärisches Ende des Albums bildet.
Ich höre das Album meistens am Abend. Ich empfehle dazu passende Kopfhörer, um den vollen Klang des Albums zu genießen.
Unbedingt reinhören, die Perle darf man nicht verpassen.
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Montag, 23. März 2009
Howling Bells - Radio Wars
Unsere Wertung: ****

Die vier Australier um Sängerin Juanita Stein und ihren Bruder Joel Stein zogen 2005 nach London, um ihre Karriere von dort aus ins Rollen zu bringen. Als Simon Raymonde (Ex-Cocteau Twins) sie entdeckte, war er sofort begeistert und holte das Quartett, das durch Bassist Brendan Picchio und Schlagzeuger Glenn Moule komplettiert wird, zu seinem Indielabel Bella Union (u.a. The Dears, My Latest Novel, Dirty Three). Das selbstbetitelte Debüt wurde im vergangenen Jahr mit dem berühmten Coldplay-Produzenten Ken Nelson produziert, im Frühling 2006 veröffentlicht. Auch die englische Presse ist voll des Lobes und bescherte den Howling Bells vom NME über The Guardian bis hin zur Sun durchweg begeisterte Kritiken. Wie schon ihr Debütalbum besticht auch das zweite Album der Band durch eingängige Melodien und mitreißende Hooks, untermalt von gelegentlich verzerrten Gitarren und wirbelnden, scheppernden Drums. Mit dem neuen Album hat sich die Band mehr in Richtung Pop gewand, ohne dabei aber langweilig zu werden. Songs wie "Into The Chaos" & "Cities Burning Down" sind absolute Ohrwürmer, die nicht mehr aus dem Kopf zu bekommen sind. Der stellenwiese etwas düstere Sound, vor allem bei den ruhigeren Stücken erinnert hier und da an Nick Cave, The Duke Spirit, PJ Harvey oder gar die zwielichtige Atmosphäre von David Lynch Filmen. Die eindringliche Stimme von Juanita Stein geht dabei durch Mark und Bein, schwebt gelegentlich verschwörerisch hauchend, teils aber auch glasklar über dem Ganzen und jagt einem wohlige Schauer über den Rücken.
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Die vier Australier um Sängerin Juanita Stein und ihren Bruder Joel Stein zogen 2005 nach London, um ihre Karriere von dort aus ins Rollen zu bringen. Als Simon Raymonde (Ex-Cocteau Twins) sie entdeckte, war er sofort begeistert und holte das Quartett, das durch Bassist Brendan Picchio und Schlagzeuger Glenn Moule komplettiert wird, zu seinem Indielabel Bella Union (u.a. The Dears, My Latest Novel, Dirty Three). Das selbstbetitelte Debüt wurde im vergangenen Jahr mit dem berühmten Coldplay-Produzenten Ken Nelson produziert, im Frühling 2006 veröffentlicht. Auch die englische Presse ist voll des Lobes und bescherte den Howling Bells vom NME über The Guardian bis hin zur Sun durchweg begeisterte Kritiken. Wie schon ihr Debütalbum besticht auch das zweite Album der Band durch eingängige Melodien und mitreißende Hooks, untermalt von gelegentlich verzerrten Gitarren und wirbelnden, scheppernden Drums. Mit dem neuen Album hat sich die Band mehr in Richtung Pop gewand, ohne dabei aber langweilig zu werden. Songs wie "Into The Chaos" & "Cities Burning Down" sind absolute Ohrwürmer, die nicht mehr aus dem Kopf zu bekommen sind. Der stellenwiese etwas düstere Sound, vor allem bei den ruhigeren Stücken erinnert hier und da an Nick Cave, The Duke Spirit, PJ Harvey oder gar die zwielichtige Atmosphäre von David Lynch Filmen. Die eindringliche Stimme von Juanita Stein geht dabei durch Mark und Bein, schwebt gelegentlich verschwörerisch hauchend, teils aber auch glasklar über dem Ganzen und jagt einem wohlige Schauer über den Rücken.
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Freitag, 20. März 2009
Pet Shop Boys - Yes
Unsere Wertung: *****

Mit ihrem neuem Album "Yes" überzeugen die Pet Shop Boys auf der ganzen Linie. Einerseits modern, andererseits zeitlos, kann man sich dieses Werk immer wieder an einem Stück anhören, ohne dabei die Skip-Taste zu betätigen. Es deckt sämtliche Facetten des Kult-Duos ab und man kann "Yes" nicht genießen, ohne dabei gute Laune zu bekommen.
Anspieltipps: "Love etc.", "Did you see me coming?", "More than a dream" und "The way it used to be".
Ich sage ja zu "Yes"! Ich sage nur YES - YES, YES, YES!!!
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Mit ihrem neuem Album "Yes" überzeugen die Pet Shop Boys auf der ganzen Linie. Einerseits modern, andererseits zeitlos, kann man sich dieses Werk immer wieder an einem Stück anhören, ohne dabei die Skip-Taste zu betätigen. Es deckt sämtliche Facetten des Kult-Duos ab und man kann "Yes" nicht genießen, ohne dabei gute Laune zu bekommen.
Anspieltipps: "Love etc.", "Did you see me coming?", "More than a dream" und "The way it used to be".
Ich sage ja zu "Yes"! Ich sage nur YES - YES, YES, YES!!!
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Donnerstag, 19. März 2009
Peter Doherty - Grace/Wastelands
Unsere Wertung: ****

Noch immer ringen Englands Promi-Drogenschleudern um die meisten Schlagzeilen. Doch während Amy Winehouse nur noch in der Klatschpresse auftaucht, veröffentlicht Pete Doherty wenigstens noch Alben - sogar herausragende. Wesentlich ruhiger und intimer als mit den Babyshambles, meist unverkabelt, mit Streichern und prominenten Unterstützern (z. B. Blur-Gitarrist Graham Coxon) unterstreicht Doherty mit dem Solodebüt seinen Ruf als einer der derzeit weltbesten Songwriter. Die Single "Last of the English Roses" bringt The Clash mit den Stone Roses zusammen, "Sweet by and by" swingt überzeugend, und die Überballade "New Love grows on Trees" dürfte selbst Doherty-Hassern Tränen in die Augen treiben. Textlich ist er in der Form seines Lebens, weil er endlich die Nabelschau sein lässt und sich in Folkmanier zum Barden wandelt. Selbst wenn man das ironische Wortspiel des Albumtitels als Selbstkrönung verstehen will, ginge das in Ordnung.
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Noch immer ringen Englands Promi-Drogenschleudern um die meisten Schlagzeilen. Doch während Amy Winehouse nur noch in der Klatschpresse auftaucht, veröffentlicht Pete Doherty wenigstens noch Alben - sogar herausragende. Wesentlich ruhiger und intimer als mit den Babyshambles, meist unverkabelt, mit Streichern und prominenten Unterstützern (z. B. Blur-Gitarrist Graham Coxon) unterstreicht Doherty mit dem Solodebüt seinen Ruf als einer der derzeit weltbesten Songwriter. Die Single "Last of the English Roses" bringt The Clash mit den Stone Roses zusammen, "Sweet by and by" swingt überzeugend, und die Überballade "New Love grows on Trees" dürfte selbst Doherty-Hassern Tränen in die Augen treiben. Textlich ist er in der Form seines Lebens, weil er endlich die Nabelschau sein lässt und sich in Folkmanier zum Barden wandelt. Selbst wenn man das ironische Wortspiel des Albumtitels als Selbstkrönung verstehen will, ginge das in Ordnung.
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Mittwoch, 18. März 2009
Eat The Gun - Super Pursuit Mode Aggressive Thrash Distortion
Unsere Wertung: ****

EAT THE GUN sind zurück. Zwei Jahre nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums Cross Your Fingers blasen die Münsteraner mit Super Pursuit Mode Aggressive Thrash Distortion zum Angriff. Der Titel des Albums ist Programm: Die zum Trio geschrumpfte Band hat den Dreck der Straße abgeschüttelt und präsentiert sich härter, kompakter, wütender und ernster als auf dem Debüt. Zwar war Cross Your Fingers eine Hard Rock Platte, wie sie im Buche steht, und auf die EAT THE GUN auch heute noch zu Recht stolz sind, aber dennoch das war alles gestern. Ladies and Gentlemen: EAT THE GUN! Vier Jahre sind zwischen der Entstehung von Cross Your Fingers und Super Pursuit Mode Aggressive Thrash Distortion vergangen, in denen die Münsteraner über hundert Konzerte abgerissen und sich musikalisch massiv weiterentwickelt haben. 2008 klingen EAT THE GUN frisch und unverbraucht, vor allem aber auch zeitgemäßer als zuvor. Nachdem sich die früher vierköpfige Band zu Triogröße verjüngt hat, hat sich natürlich auch ihr Sound verändert zu Gunsten eines transparenteren Gesamtbildes, in dem die einzelnen Instrumente und die Stimme mehr Luft zum Atmen und mehr Platz zum Wüten genießen. Gleichzeitig hat sich die Band aber auch auf ihren Kern reduziert, auf drei Freunde, die es seit fünf Jahren genießen, zusammen zu rocken, und die während der Entstehungsphase von Super Pursuit Mode Aggressive Thrash Distortion zu einem völlig neuen, viel entspannteren Spielgefühl gefunden haben. Das Ergebnis sind elf schweißtreibende, wütende Songs, die ohne Umschweife nach vorne lospreschen, keine Gefangenen machen und sich in Schallgeschwindigkeit in höllische Ohrwürmer verwandeln. Weniger Ballast, ansonsten von allem etwas mehr, und ein weiterer Beweis dafür, dass man für Rock n Roll nicht mehr als drei Leute braucht. Die einzelnen Songs wie der Sound sind härter, aggressiver, energischer, weniger verspielt und dafür viel groovelastiger, was nicht zuletzt dem durchweg viel dominanteren Basssound zuzurechnen ist. Alte Fans werden nicht enttäuscht, denn im Herzen sind EAT THE GUN immer noch die, die sie vorher waren, nur eben als Konzentrat. Gleichzeitig sind die neuen Songs wesentlich griffiger und auf den Punkt, während Sänger Hendrik mit neugefundener Ausdrucksstärke den verbalen Mittelfinger schwingt. Produziert wurde Super Pursuit Mode Aggressive Thrash Distortion gemeinsam mit Claus Grabke, seines Zeichens Skaterlegende, Produzent (u.a. DOG EAT DOG, THE DATSUNS, BOOZED, DAMPFMASCHINE) und selbst Musiker (u.a. THUMB, ALTERNATIVE ALLSTARS, derzeit solo unter eigenem Namen) in dessen Studio in Gütersloh. Vom Einstöpseln der Gitarre bis zum fertigen Master sind 36 Studiotage ins Land gezogen, in denen Grabke der Band zum gewünschten druckvollen und modernen Sound verhalf, der das wesentlich kompaktere Songwriting des Trios wirkungsvoll unterstreicht. Ein weiteres Highlight des Albums ist zweifelsohne der Midtempo Rocker Wiser, auf dem EAT THE GUN die Buddy-Karte ziehen und ihre Münster-Connection ausspielen. Hier leisten mit Henning Wehland (H-BLOCKX) und Ingo Knollmann (DONOTS) zwei Freunde und Nachbarn der Band mit ihren Gesangstalenten Schützenhilfe, während sich DONOTS-Gitarrist Guido ein heißes Soli-Duell mit Hendrik liefert. Und weil es so schön war, hat es sich auch Claus Grabke selbst nicht nehmen lassen, noch ein paar Vocals zu Wiser beizusteuern, was für die Band, so Hendrik eine große Ehre darstellt. Das heißt aber keineswegs, dass EAT THE GUN auf fremde Hilfe angewiesen sind. Wie gesagt, die Zeiten sind vorbei.
Hört euch die Scheibe an und wenn's euch nach dem Opener-Doppel "Tendency To Sin" und "Solitary Sinner" oder dem potentiellen Nummer 1-Hits "Viva La Insane" und "Wiser" noch nicht gepackt hat, dann solltet ihr euch lieber die nächste Folge DSDS reinziehen.
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EAT THE GUN sind zurück. Zwei Jahre nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums Cross Your Fingers blasen die Münsteraner mit Super Pursuit Mode Aggressive Thrash Distortion zum Angriff. Der Titel des Albums ist Programm: Die zum Trio geschrumpfte Band hat den Dreck der Straße abgeschüttelt und präsentiert sich härter, kompakter, wütender und ernster als auf dem Debüt. Zwar war Cross Your Fingers eine Hard Rock Platte, wie sie im Buche steht, und auf die EAT THE GUN auch heute noch zu Recht stolz sind, aber dennoch das war alles gestern. Ladies and Gentlemen: EAT THE GUN! Vier Jahre sind zwischen der Entstehung von Cross Your Fingers und Super Pursuit Mode Aggressive Thrash Distortion vergangen, in denen die Münsteraner über hundert Konzerte abgerissen und sich musikalisch massiv weiterentwickelt haben. 2008 klingen EAT THE GUN frisch und unverbraucht, vor allem aber auch zeitgemäßer als zuvor. Nachdem sich die früher vierköpfige Band zu Triogröße verjüngt hat, hat sich natürlich auch ihr Sound verändert zu Gunsten eines transparenteren Gesamtbildes, in dem die einzelnen Instrumente und die Stimme mehr Luft zum Atmen und mehr Platz zum Wüten genießen. Gleichzeitig hat sich die Band aber auch auf ihren Kern reduziert, auf drei Freunde, die es seit fünf Jahren genießen, zusammen zu rocken, und die während der Entstehungsphase von Super Pursuit Mode Aggressive Thrash Distortion zu einem völlig neuen, viel entspannteren Spielgefühl gefunden haben. Das Ergebnis sind elf schweißtreibende, wütende Songs, die ohne Umschweife nach vorne lospreschen, keine Gefangenen machen und sich in Schallgeschwindigkeit in höllische Ohrwürmer verwandeln. Weniger Ballast, ansonsten von allem etwas mehr, und ein weiterer Beweis dafür, dass man für Rock n Roll nicht mehr als drei Leute braucht. Die einzelnen Songs wie der Sound sind härter, aggressiver, energischer, weniger verspielt und dafür viel groovelastiger, was nicht zuletzt dem durchweg viel dominanteren Basssound zuzurechnen ist. Alte Fans werden nicht enttäuscht, denn im Herzen sind EAT THE GUN immer noch die, die sie vorher waren, nur eben als Konzentrat. Gleichzeitig sind die neuen Songs wesentlich griffiger und auf den Punkt, während Sänger Hendrik mit neugefundener Ausdrucksstärke den verbalen Mittelfinger schwingt. Produziert wurde Super Pursuit Mode Aggressive Thrash Distortion gemeinsam mit Claus Grabke, seines Zeichens Skaterlegende, Produzent (u.a. DOG EAT DOG, THE DATSUNS, BOOZED, DAMPFMASCHINE) und selbst Musiker (u.a. THUMB, ALTERNATIVE ALLSTARS, derzeit solo unter eigenem Namen) in dessen Studio in Gütersloh. Vom Einstöpseln der Gitarre bis zum fertigen Master sind 36 Studiotage ins Land gezogen, in denen Grabke der Band zum gewünschten druckvollen und modernen Sound verhalf, der das wesentlich kompaktere Songwriting des Trios wirkungsvoll unterstreicht. Ein weiteres Highlight des Albums ist zweifelsohne der Midtempo Rocker Wiser, auf dem EAT THE GUN die Buddy-Karte ziehen und ihre Münster-Connection ausspielen. Hier leisten mit Henning Wehland (H-BLOCKX) und Ingo Knollmann (DONOTS) zwei Freunde und Nachbarn der Band mit ihren Gesangstalenten Schützenhilfe, während sich DONOTS-Gitarrist Guido ein heißes Soli-Duell mit Hendrik liefert. Und weil es so schön war, hat es sich auch Claus Grabke selbst nicht nehmen lassen, noch ein paar Vocals zu Wiser beizusteuern, was für die Band, so Hendrik eine große Ehre darstellt. Das heißt aber keineswegs, dass EAT THE GUN auf fremde Hilfe angewiesen sind. Wie gesagt, die Zeiten sind vorbei.
Hört euch die Scheibe an und wenn's euch nach dem Opener-Doppel "Tendency To Sin" und "Solitary Sinner" oder dem potentiellen Nummer 1-Hits "Viva La Insane" und "Wiser" noch nicht gepackt hat, dann solltet ihr euch lieber die nächste Folge DSDS reinziehen.
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Bishop Allen - Grrr...
Unsere Wertung: *****

Bishop Allen sind 2009 fleißig auf Konzertreise, um ihr Album "Grrr" zu featuren. Bis Anfang Mai touren sie durch die USA und Europa. Wer eine Portion positive Stimmung nötig hat, der sollte hingehen bzw. sich diese dreizehn, variantenreichen Kompositionen anhören. Denn die Indieband aus Brooklyn gehört zu den Künstlern, deren gute Laune geradezu ansteckend wirkt.
Der Albumtitel "Grrr" mag da zunächst verwirren, wartet man doch vergeblich auf eine verstimmte Lebensphilosophie. Vielmehr schlendert "Dimmer" zu Beginn strahlend durch das fröhliche Mitsing-Repertoire. Weit entfernt von Armageddon und Weltwirtschaftskrise steigt der Frohsinn mit "The Lion & The Teacup".
Poppige Folkklänge und möglichst viele unterschiedliche Instrumente setzen die zwei Freunde Justin Rice und Christian Rudder dafür ein. Neben Klavier und Akustikgitarre sorgen die schlagfertige Marimba, die quirlige Ukulele oder das tiefe Jagdhorn für besonderen Unterhaltungswert.
Dazu kommen Rices Textzeilen, die bereits von der Los Angeles Times für poetisch besonders wertvoll erklärt wurden: Geschichten, in die sich jeder hinein fühlen kann.
Früher hielt sich das Duo vorwiegend in der Punk- und Hardcore-Szene auf. Davon ist heute musikalisch nichts mehr zu hören. Der warme Gesang harmoniert und dominiert mit Gastsängerin Darbie Nowatka in Stücken wie "The Ancient Commonsense Of Things" und "True Or False".
Völlig losgelöst, hier mal ohne jeglichen Textanspruch, verliert man sich in "Shanghaied" und stimmt ein, in das schallende "Lalalalala". Ebenfalls eingängig kommt die kleine Hymne "Cue The Elephants" daher. Hier trällert man sorgenfrei durch den Alltag, und am Ende packen die New Yorker noch mal die gesamte Spielzeugkiste aus, - und klimpern ausgelassen mit dem Tiger.
Grrroßartig!
laut.de
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Bishop Allen sind 2009 fleißig auf Konzertreise, um ihr Album "Grrr" zu featuren. Bis Anfang Mai touren sie durch die USA und Europa. Wer eine Portion positive Stimmung nötig hat, der sollte hingehen bzw. sich diese dreizehn, variantenreichen Kompositionen anhören. Denn die Indieband aus Brooklyn gehört zu den Künstlern, deren gute Laune geradezu ansteckend wirkt.
Der Albumtitel "Grrr" mag da zunächst verwirren, wartet man doch vergeblich auf eine verstimmte Lebensphilosophie. Vielmehr schlendert "Dimmer" zu Beginn strahlend durch das fröhliche Mitsing-Repertoire. Weit entfernt von Armageddon und Weltwirtschaftskrise steigt der Frohsinn mit "The Lion & The Teacup".
Poppige Folkklänge und möglichst viele unterschiedliche Instrumente setzen die zwei Freunde Justin Rice und Christian Rudder dafür ein. Neben Klavier und Akustikgitarre sorgen die schlagfertige Marimba, die quirlige Ukulele oder das tiefe Jagdhorn für besonderen Unterhaltungswert.
Dazu kommen Rices Textzeilen, die bereits von der Los Angeles Times für poetisch besonders wertvoll erklärt wurden: Geschichten, in die sich jeder hinein fühlen kann.
Früher hielt sich das Duo vorwiegend in der Punk- und Hardcore-Szene auf. Davon ist heute musikalisch nichts mehr zu hören. Der warme Gesang harmoniert und dominiert mit Gastsängerin Darbie Nowatka in Stücken wie "The Ancient Commonsense Of Things" und "True Or False".
Völlig losgelöst, hier mal ohne jeglichen Textanspruch, verliert man sich in "Shanghaied" und stimmt ein, in das schallende "Lalalalala". Ebenfalls eingängig kommt die kleine Hymne "Cue The Elephants" daher. Hier trällert man sorgenfrei durch den Alltag, und am Ende packen die New Yorker noch mal die gesamte Spielzeugkiste aus, - und klimpern ausgelassen mit dem Tiger.
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