Diese Seite versorgt Euch mit kritischen Kommentaren zu aktuellen CD Neuerscheinungen.
die TuneSpy CD-Reviews

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Mittwoch, 29. Oktober 2008

Anastacia - Heavy Rotation

Unsere Wertung: **

Heavy Rotation

Genre      Pop

Nachdem sich Anastacia von Album zu Album gesteigert hat und man den Eindruck hatte, daß sie mit dem letzten Album ihren Sound gefunden hat, ein Sound, der erdig, direkt, rockig, poppig und trotzdem sehr echt war, nun dieses wohl bisher schlechteste Werk ihres künstlerischen Schaffens.

Die erste Single "I can feel you" ist erstaunlich schwach, klingt nach Füllmaterial aus der Zeit ihres ersten Albums, der Rest von "Heavy Rotation" wird leider nicht besser.

Grundsätzlich ist gegen gut gemachten Plastikpop nichts zu sagen, wenn er gut produziert ist (siehe Kylie, Sugababes usw), aber diese krude Mischung aus ihrer diesmal extrem gepressten Stimme und den überraschend langweiligen Arrangenements macht wirklich keinen Spaß.

Das Ziel ist klar: Endlich in den USA mit angebiedertem Sound einen Hit zu landen. Das wird nicht funktionieren. Zu schwach ist das hier dargebotene. Und auch viel zu schwach für "ihren" Markt Europa, in dem sie so mal nebenbei 20 Mio Alben verkauft hat.

Das war dann diesmal wohl nichts.
Schade um eine eigentlich tolle Künstlerin. Das nächste Album wird dann wohl die Schicksalsfrage stellen:
War es eine einmalige Verirrung mit falschen Beratern oder hat Anastacia ihr Pulver bereits verschossen? Ich tippe voll guter Hoffnung auf ersteres.

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Dienstag, 28. Oktober 2008

Pink - Funhouse

Unsere Wertung: ***

Funhouse

Genre      Pop Rock

Pink-Album Nummer fünf. Chronologisch aneinandergereiht klingt das in etwa so: "Post-pubertärer Pop-Rock, der sich langsam freischwimmt, dem aber die Massentauglichkeit im Weg steht."
Bei diesen neuen Album stimmt das alles immer noch!

Anders ausgedrückt: Es bleibt alles erwartungsgemäß Pink bei Fräulein, pardon, Frau Alecia Moore. Die Platte, passenderweise "Funhouse" betitelt, gleicht einem Los vom nächstbesten Kirmes-Stand: Man weiß mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, was einen erwartet, dem Charme der blinkenden Lichter kann und will man sich aber nicht erwehren und kauft trotzdem eines. Von einer "Niete" wage ich zwar nicht zu sprechen, der Hauptgewinn ist uns aber auch dieses Mal nicht beschert.

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Freitag, 24. Oktober 2008

Bloc Party - Intimacy

Unsere Wertung: *****

Intimacy

Genre     Indie Electro Pop

Die erste Single "Mercury" hatte es ja schon angedeutet. Bloc Party schlagen mit dem dritten Album eine etwas elektronischere Richtung ein. Es hat auf jeden Fall nicht mehr viel mit Indie-Rock zu tun. "Intimacy" ist für mich aber auch der Beweis, das man elektronische Beats mit Indie-Rock vermischen kann, statt sie nur nebeneinander stehenzulassen.
Die erneute Zusammenarbeit mit den Produzenten Paul Epworth("Silent Alarm") und Jacknife Lee sorgt dafür, dass der Sound trotz aller Experimente unverwechselbar Bloc Party bleibt.
Z.B. die Single "Mercury", die mit Dark-Electro-Elementen spielt. Klassische Indie-Rock-Kost sind hingegen die Singles "Halo" und "Signs". Für mich ist "Intimacy" eine musikalische Weiterentwicklung. Eine echt stramme Leistung!!! Glückwunsch!!!

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Donnerstag, 23. Oktober 2008

Polarkreis 18 - The Colour of Snow

Unsere Wertung: *****

The Colour of Snow (Digipack) (inkl. Der Hitsingle "Allein Allein")

Genre     Indie Electro Pop

Ich gehöre zu den Leuten, die erst  mehr oder weniger durch den Hit "Allein allein" auf die Band aufmerksam wurden. Das Debutalbum hat seinerzeit ja auch sehr gute Kritiken bekommen, da fehlte aber ein "Hit" drauf, eigentlich schade.

Nun gut, das hat sich jetzt geändert und dem Erfolg der Band steht nix mehr im Weg, man schaue sich nur mal an wieviel Leute schon den Clip zu "Allein allein" auf youtube angeklickt haben...

Das aktuelle Album hat meine Erwartungen voll erfühlt, mal melancholisch, mal elektronisch aber immer mit eigener Note und noch genug Indie, um die Fans der ersten Stunde nicht zu vergraulen. Und über allem schwebt die Stimme von Sänger Felix Räuber, wenn er das live genauso hinbekommt dann meinen fetten Respekt!

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Dienstag, 21. Oktober 2008

AC/DC - Black Ice

Unsere Wertung: ****

Black Ice (Dieser Artikel wird in 3 unterschiedlichen Covervarianten nach dem Zufallsprinzip ausgeliefert)

Genre     Heavy Metal

Also auch ich bin AC/DC Fan der alten Schule, der den Tod von Bon Scott noch live mitgekriegt hat und damals schon bei Back in Black leicht enttäuscht war, weil ohne Bon einfach was fehlte. Die Enttäuschunng wurde dann praktisch mit jeder Scheibe noch etwas grösser bis hin zu 'Stiff Upper Lip', wo ich nur dem Titeltrack und 'Give It Up' was abgewinnen konnte. Live kann AC/DC allerdings kaum eine andere Band das Wasser reichen, was auch die in Windeseile ausverkauften Konzerte der aktuellen Tour zeigen.
'Black Ice' hab ich mir jetzt halt geholt, damit ich sie auf jeden Fall schonmal im Schrank hab, könnte ja die Letzte sein. Außerdem wesentlich einfacher zu bekommen als Konzertkarten.
Das komische ist, daß ich auf der CD zwar keine absoluten Knaller entdecke, aber auch nur zwei Stücke mit denen ich nichts oder wenig anfangen kann, nämlich 'Money Made' und 'Black Ice'. Bei den meisten Tracks entdecke ich bei jedem nochmaligen Hören noch ein paar Feinheiten mehr, die mich faszinieren. Und nach dem Hören ist die Laune immer besser als vorher.
Auf jeden Fall eines der facettenreichsten Alben von AC/DC seit Brian der Sänger ist. Übrigens meiner Meinung nach die beste Leistung von Brian seit 'Back in Black', verstehe nur nicht warum er nicht öfter mal richtig singt, siehe Anfang von 'Decibel'. Manchmal meine ich dann wieder, ob die Jungs nicht vielleicht zuviel Springsteen (Anything Goes) oder ZZ Top (Stormy May Day, Rocking All The Way) gehört haben, wobei ich mir das bei Springsteen nicht wirklich vorstellen kann und bei ZZ Top nicht ganz so schlimm finde.
Wie dem auch sei, irgendwie macht's doch Laune, auch wenn die ganz harte Fraktion wahrscheinlich eher enttäuscht sein wird. Die AC/DC-Klassiker sind halt alle schon erfunden und auch nicht mehr zu toppen ohne Bon.

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Donnerstag, 16. Oktober 2008

Those Dancing Days - In Our Space Hero Suits

Unsere Wertung: ****

In Our Space Hero Suits

Genre     Indie Pop

Fünf schwedische Mädchen tanzen leichtfüssig durch die Pop-Welt.

Fünf junge Mädels, ein paar Instrumente und eine überwältigende Stimme – dazu noch ein großes Gespür für runde, hitverdächtige Songs und fertig ist das zündende Rezept für eine erfolgreiche (Indie-)Pop Girlband.

Die fünf Schwedinnen von Those Dancing Days begeistern schon seit über einem Jahr ihr Publikum mit Ohrwurm-Tracks wie dem Lovesong „Hitten“, der auf ihren Konzerten enthusiastisch mitgesungen wird. Nach einer ersten Five-Track EP erscheint nun am 10.Oktober das Debütalbum von Those Dancing Days "In Our Space Hero Suits". Ein Vorgeschmack auf diese Sammlung tanzbarer, gar feiernder Songs, ist die erste Single „Run Run“ – mit einem Bilderbuch-Refrain, der so eingängig, so treibend ist, dass auch der letzte Tanzmuffel mitwippen muss. Spaß haben und vor allem tanzen – das ist das Hauptanliegen der lebenslustigen Girlband.

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Oasis - Dig Out Your Soul

Unsere Wertung: ****

Dig Out Your Soul

Genre     Alternative Rock

Wie jedes Mal und wie bei keiner anderen Band fiebere ich einem neuen Album der Gallagher-Brüder entgegen. Um die Jahrtausendwende hatte ich schon die Befürchtung, es könnte zu Ende gehen mit Oasis. Aber "Don't Believe the Truth" leitete bereits die Trendwende zum Besseren ein, welche sich nun mit "Dig Out Yor Soul" fortsetzt und für mich das drittbeste Album der Band darstellt.
Ich war wirklich überrascht, dass Oasis hier ihren eigenen Sound in einem neuen Gewand abliefern und vor allem das Songwriting von Noel hat wieder eine kreative Frische, von der all die jungen, nett anzuhörenden und gleich klingenden jungen Bands der Insel nur träumen können.
Hätten alle Songs der Scheibe die Qualiät der Noel-Songs, hätte ich auch 5 Sterne gegeben, aber die anderen Stücke fallen doch etwas ab. Insbesondere nach dem besten Titel "Falling Down" wird ein kl. Loch mit gleich 3 schwächeren Songs gerissen, während das Finale "Soldier on" dann den guten Gesamteinduck wiederherstellt.
Natürlich ist "Dig Out Your Soul" das bisher den Beatles am meisten zugewandte Werk, aber eben dennoch im typischen Oasis style. Und so wie Oasis ihre Vorbilder in den Beatles sehen und ihr Erbe nicht nur erfolgreich, sondern auch großartig weitergeführt haben, bin ich sicher, dass sich die Rock'n'Roller von morgen bei ihren Helden immer öfter auf Oasis beziehen werden.

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Mittwoch, 8. Oktober 2008

Beta Satan - Girls

Unsere Wertung: *****

Girls [Vinyl LP]

Genre     Alternative Rock

Eine Band, die Beta Satan heißt, muss sich nicht erklären. Zwölf Songs zwischen Hardcore-Attitüde, bratzend tiefen Gitarren und Indierock-Euphorie, die stets voller Überraschungen sind, ohne Bruchstellen aufzuweisen.

Drummer Q lässt die Kessel grooven, spielt im technischen Detail aber exakt bzw. dramaturgisch punktgenau. Der Rest der Mannschaft liefert eine Soundwelle ab, auf der Bandkopf K.R. Hansen zeigt, wie Vocals inszeniert gehören.

"Arrogante Pophooks - aber mit so viel Charme, dass du vergisst, dass du eigentlich gerade von Hardcore verprügelt wirst", meinen die fünf Dänen selbst dazu. "666" mag exemplarisch dafür herhalten, dass Beta Satan zwar keine Rockrevolution auslösen. Die Band steht aber ungemein unter Spannung, und zwar so, als könnte sie zu jedem Zeitpunkt explodieren.

Im Prinzip basiert jeder Beta Satan-Track auf sowohl eingängigen wie bösartigen Riffs. Eine schwache Nummer kennt diese Platte nicht: 38 Minuten Dynamit.

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Amanda Palmer - Who Killed Amanda Palmer

Unsere Wertung: *****

Who Killed Amanda Palmer

Genre     Alternative

Amanda Palmer hier erstmalig ohne ihren Brian , dem Mann mit dem sie zusammen die DRESDEN DOLLS leitet (bzw. die beiden sind die Dolls!). Das letzte DD Album "No, Virginia" ist fast noch Frischware (erschien es doch erst vor ein paar wenigen Monaten) und eben dieses aktuelle DD Werk kommt nicht bei jedem an. Waren die ersten beiden DD Alben regelrechte Meisterwerke kommt das aktuelle Werk der DD dann doch sehr zugänglich und sogar ein bischen glattpoliert daher. Aber das letzte DD Album war ja auch kein richtiges denn es handelte sich ja um die restlichen Aufnahmen aus der "Yes, Virginia" Phase. Umso erfreulicher das es zumindestens von einer Hälfte der Dolls nun das erste Solo Album gibt. Während Brian Vigilonte sich ua. die Zeit damit vertrieben hat NIN bei der Produktion ihres Instrumental Epos GHOSTS unter die Arme zu greifen hat Sängerin Amanda Palmer an ihrem ersten Alleingang Album gewerkelt. Gleich vorab: Dieses Album ist schlichtweg grosartig geworden! Die Dame mit der wohl grössten Stimme im Musikbiz zur Zeit (ja ja: Manche schwören ja auf eine Amy W.) hat gleich alles richtig gemacht. Unverkennbar unterlegt sie ihre mal aggressive, mal verletzliche und dann sogar regelrecht heitere Stimme mit den schon von den Dolls bekannten Sound bestehend aus Klavier und Schlagzeug. Während es bei der Hauptband gar keine weiteren Instrumente bedarf fährt Mrs. Palmer hier jedoch auch andere Instrumente auf wie z.b. Gitarren oder Trompeten!! Klingt jetzt ziemlich schräg , doch ist es gar nicht. Sicherlich sind die Dolls und auch Mrs. Palmer alleine AVANTGARDE -doch diese AVANTGARDE die hier betrieben wird löst sich eindeutig von dem Brei des "Überkandidelten" - sprich: Diese AVANTGARDE rockt!! Und auf diesem Album klingt Mrs. Palmer oft genau so rotzig wie auf dem legendären ersten Dresden Dolls Werk. Alleine der Opener "Astronaut:A Short History of Nearly Nothing" ist einer eben dieser Songs die auf dem letzten Dolls Album gefehlt haben. Beispielsweise brilliert die Palmer bei Track 3 "Ampersand" wieder so verletzt wie einst bei "Half Jack" um dann beim Nachfolgesong "Leeds United" so richtig die Rock Mieze raushängen zu lassen und lässt eindeutige Wurzeln bei Siouxie erkennen und garniert diesen flotten und genialen Song dann auch noch mit dem Einsatz von Trompeten! Und dann klingt die Palmer bei einem Stück wie "Another Year" wie Cindy Lauper wenn sie erwachsen geworden wäre. Und dann ist da noch das wunderbare "The Point of it All" wo diese geniale Sängerin erneut unter Beweis stellt das sie einfach nur grosses Kino für die Ohren erschaffen will. Dieses ist ihr hiermit zweifelsohne gelungen!! Prädikat: Meisterwerk!!

Grandiose Solo Vorstellung!

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Ice Cube - Raw Footage

Unsere Wertung: *****

Raw Footage (European Edition) inkl. 2 Bonus Tracks

Genre     Hip-Hop, Rap

Ice Cube hat vom Filmset mal wieder ins Tonstudio gefunden und beehrt uns mit seinem neuen Album. Mit "Raw Footage" kommt erneut ein 16 Track starkes Album, das in der europäische Version zwei Bonus-Tracks enthält. Das somit neunte Soloalbum des Hip Hop-Veterans beinhaltet unter anderem Gastauftritte von Musiq Soulchild, Young Jeezy, The Game und WC.

Auf "Raw Footage" geht es weitaus politischer zur Sache als auf dem Vorgänger "Laugh Now, Cry Later". Produziert wurde der Longplayer u.a. von Emile und DJ Crazy Toones.

Dieses Album wird jeden regelrecht das Genick brechen, so Hot is this Rap Shit.

Dieses Album ist bombisch, das beste Rap Album seit langem. Ice Cube zeigt es wieder allen die gegen ihn sind. No One Can Do It Better!!!!!
Kauft dieses Album es ist seiner Zeit vorraus und ist Gangsta Rap pur!!

Westsiiide!!!!

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